Schultze & Braun GmbH & Co. KG
Pressemitteilung - SpieKo Flaschenverschlüsse: Produktion des Korken- und Verschluss-Spezialisten bis zum Jahreswechsel gesichert
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SpieKo Flaschenverschlüsse: Produktion des Korken- und Verschluss-Spezialisten bis zum Jahreswechsel gesichert
- Stabilisierung des Geschäftsbetriebs durch Einsatz aller Beteiligten ermöglicht – alle Aufträge werden wie geplant bearbeitet, produziert und ausgeliefert
- Positive Entwicklung sorgt für vorsichtigen Optimismus – Kunden, Maschinenfinanzierer und die Hausbank unterstützen die Sanierungsbestrebungen
- Die Zeit für Gespräche über den nach wie vor notwendigen Einstieg eines Investoren nutzen – es liegen bereits erste Interessensbekundungen von potenziellen Investoren vor
Olbernhau / Chemnitz. Gute Nachrichten für die Beschäftigten, Geschäftspartner und Kunden der SpieKo Flaschenverschlüsse: Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig und der Inhaber, Gunter Spiegelhauer, konnten den Geschäftsbetrieb in den Wochen seit dem Insolvenzantrag stabilisieren. Auf Basis der Ertrags- und Liquiditätsplanung ist die Produktion des Korken- und Verschluss-Spezialisten bis mindestens Ende des Jahres gesichert.
Alle Beteiligten ziehen bei der Sanierung der SpieKo an einem Strang
„Die laufende Produktion ist durch den Einsatz und das Engagement des Inhabers und der Mitarbeitenden, die Unterstützung eines Großteils der Maschinenfinanzierer und der Hausbank sowie das Vertrauen der Kunden möglich geworden – oder anders formuliert: Alle Beteiligten ziehen bei der Sanierung der SpieKo an einem Strang“, sagt Dr. Herzig. Der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht leitet den Chemnitzer Standort der bundesweit vertretenen Kanzlei.
Mit der Hausbank konnte Herzig sich darauf verständigen, dass unter anderem sogenannte sicherungsübereignete Gegenstände wie zum Beispiel Materialien und Rohstoffe für die Fertigung weiterhin verwendet werden können. Die meisten Maschinenfinanzierer sind dem Wunsch des Insolvenzverwalters nach einer Anpassung der Finanzierungsraten nachgekommen. „Ich bin für das Entgegenkommen der Hausbank und der Maschinenfinanzierer dankbar“, sagt der Insolvenzverwalter. „Das waren und sind wesentliche Bausteine für die Stabilisierung der Produktion. Maßgeblich ist und bleibt aber die Sicherung der Auslastung und hier sind die Kunden gefragt.“
Kunden wissen die Produkte von SpieKo zu schätzen
Aber auch in diesem Bereich konnten der Insolvenzverwalter und der Inhaber bereits Fortschritte erzielen. So haben mehrere Kunden SpieKo in den vergangenen Wochen wieder Aufträge erteilt und sich in den Gesprächen auch für die weitere Belieferung durch die SpieKo ausgesprochen. „Die SpieKo war in der Vergangenheit häufig nur Subunternehmer. Die Beendigung dieser Zusammenarbeit hat mit zu den starken Umsatzeinbrüchen und der finanziellen Schieflage des Unternehmens geführt“, sagt Herzig. Nun werde eine direkte Belieferung angestrebt, wozu sich die Kunden perspektivisch auch bereiterklärt hätten.
„Wir haben in den letzten Jahren sehr viel in die Automatisierung und die Weiterentwicklung der Fertigung investiert und erfüllen alle Anforderungen unserer Kunden. Dies zeigt das Potential, das SpieKo mit seiner Spezialisierung auf Produkte aus Kunststoff und Holz hat. Gerade in einem schrumpfenden Markt sind Innovation und Automatisierung wesentliche Voraussetzungen, um sich im Wettberwerb zu behaupten“, sagt SpieKo-Inhaber Gunter Spiegelhauer. „Die positive Entwicklung der letzten Wochen zeigt, dass SpieKo bei seinen Kunden und Partnern neben der Qualität der Produkte auch für die Zuverlässigkeit der Arbeit bekannt und geschätzt ist.“
Seit über 30 Jahren am Markt aktiv – im Erzgebirge verwurzelt
SpieKo Flaschenverschlüsse ist seit über 30 Jahren am Markt aktiv und mit seiner Belegschaft ein versierter Hersteller von Flaschenverschlüssen, Korken und Holzdrehteilen. Das Untenehmen ist im Erzgebirge verwurzelt. Am Unternehmenssitz in Olbernhau (südöstlich von Chemnitz) sind individuelle Anfertigungen von Kleinstmengen oder Produktionen in großer Stückzahl möglich.
Nach der planmäßigen Verfahrenseröffnung zum 1. August 2026 werden die Löhne und Gehälter der zehn Mitarbeitenden nach dem Auslaufen des Insolvenzgeldzeitraums wieder vollständig aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet. „Alle Aufträge werden wie geplant bearbeitet, produziert und ausgeliefert“, sagt Dr. Herzig. „Jeder Neuauftrag ist willkommen!“
Den langfristigen Erhalt des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze ermöglichen
„Die Auslastung der Produktion bis zum Jahreswechsel verschafft uns Zeit für die Gespräche über den nach wie vor notwendigen Einstieg eines Investors bei SpieKo, um damit auch den langfristigen Erhalt des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze zu ermöglichen“, so Herzig. „Wir arbeiten alle mit Nachdruck daran, eine Fortführungslösung für SpieKo zu schaffen.“ Ziel ist, für die Mitarbeitenden sowie die Geschäftspartner und Kunden von SpieKo möglichst bald Klarheit über einen Investoreneinstieg zu gewinnen. „Es liegen bereits erste Interessensbekundungen von potenziellen Investoren vor“, sagt Herzig, der hier vom Unternehmensberater Thomas Schubert aus Annaberg Buchholz unterstützt wird. Herr Schubert kennt den Unternehmer seit vielen Jahren und hat auch die vorinsolvenzlichen Sanierungsbemühungen mit begleitet. „Aber das Verfahren ist immer noch für weitere Interessenten offen. Wer sich also einen Einstieg bei SpieKo vorstellen kann, soll sich gerne bei mir melden. Es bleibt dabei, dass der Einstieg eines Investoren oder die Eingliederung in eine bestehende Unternehmensgruppe essenziell ist, um die Produktion langfristig fortführen zu können“, sagt Herzig.
Gründe für die finanzielle Schieflage und den Insolvenzantrag sind unter anderem starke Umsatzrückgänge sowie Kostensteigerungen bei den Ausgangsmaterialien für die Flaschenverschlüsse bei gleicher Finanzierungslast. Die durch diese Kombination entstandene Liquiditätslücke konnte das Unternehmen aus eigener Kraft nicht mehr schließen.
Über SpieKo: Die SpieKo Flaschenverschlüsse e.K. wurde 1993 als Drechslerei mit einem breiten Sortiment gegründet und hat sich seitdem auf die Herstellung von Flaschenverschlüssen und Kunstoffkorken in verschiedensten Ausführungen spezialisiert. Dabei setzt das Unternehmen mit Sitz im sächsischen Olbernhau neben seinen Produktionsanlagen, bei denen es sich um Sondermaschinen handelt, welche in-house entwickelt und teilweise gefertigt worden sind, auf die Expertise seiner Mitarbeitenden. Neben den klassischen Lohnfertigungen ist SpieKo besonders für die Verwirklichung ganz spezieller Kundenwünsche bekannt und in der Branche als erfahrener Partner etabliert. (www.spieko.de)
Mit freundlichen Grüßen ______________________________________ Matthias Braun Pressesprecher Schultze & Braun GmbH & Co. KG Eisenbahnstraße 19-23 D-77855 Achern Tel: 0151/50766762 Mail: MBraun@schultze-braun.de



