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Studie: Kontrollstress, Unsicherheit und Zukunftsangst durch KI am Arbeitsplatz
Künstliche Intelligenz macht die Arbeit schneller, aber auch fehleranfälliger

Ludwigshafen (ots)

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz verändert das Leben der Beschäftigten spürbar: Wer regelmäßig KI nutzt, gewinnt rund sechs Stunden pro Woche. Doch was nach Entlastung klingt, belastet viele mental: Mehr als die Hälfte der KI-Nutzer*innen empfinden ihre Arbeit inzwischen als fehleranfälliger oder unsicherer. Vor allem jüngere Beschäftigte übernehmen neue Aufgaben, die nicht ihren Fähigkeiten entsprechen. Das sind Ergebnisse der Studie "Arbeiten 2025" der Pronova BKK, für die im Oktober 2025 bundesweit 1.230 Arbeitnehmer*innen befragt wurden.

Mithilfe von KI läuft die Arbeit heute in vielen Unternehmen schneller. Vier von zehn Beschäftigten nutzen die Tools inzwischen regelmäßig, häufig gefördert durch Software-Lizenzen und Schulungen des Arbeitgebers. Die Mehrheit erledigt etwa Routineaufgaben schneller und hat mehr Zeit für anspruchsvolle Tätigkeiten. Zudem macht mehr als die Hälfte der KI-Nutzer*innen häufiger überpünktlich Feierabend.

Doch die Entlastung hat auch Haken: Die Arbeit mit KI wird von vielen Arbeitnehmer*innen als fehleranfälliger empfunden. Zwei von drei KI-Nutzer*innen sagen, dass der Aufwand, Ergebnisse zu prüfen und zu korrigieren, gestiegen ist. "KI kann den Arbeitsalltag gesünder machen: Wenn monotone Aufgaben reduziert werden, die Informationsflut sinkt und kreative Prozesse unterstützt werden, entlastet das unsere kognitiven Ressourcen und kann Stress senken", sagt Patrizia Thamm, Wirtschaftspsychologin und Resilienz-Trainerin der Pronova BKK. "Wird die gewonnene Zeit aber gleich wieder mit neuen Aufgaben gefüllt und die Erwartungen an die eigene Leistung steigen weiter, kann das zum sogenannten Techno-Stress führen."

Junge Arbeitnehmer*innen fühlen sich häufiger überfordert

So fühlen sich zwei Drittel der unter 30-Jährigen durch die Arbeit mit KI-Tools unter Druck. Der Grund: Die Jüngeren übernehmen neue Aufgaben, die nicht ihren Kompetenzen entsprechen und die über ihre Fähigkeiten hinaus gehen. "Wenn Menschen Aufgaben erledigen, deren Ergebnisse sie nicht mehr nachvollziehen können, sinkt das Vertrauen in die eigene Kompetenz. Ihnen kommt das Gefühl der eigenen Selbstwirksamkeit abhanden, also aus eigener Kraft etwas zu bewirken", sagt Thamm und warnt vor einem steigenden Risiko für Überforderung und Burn-out.

Angst um den Arbeitsplatz wächst

Gleichzeitig haben viele Beschäftigte Angst, dass die neue Technologie Arbeitsplätze kostet. Knapp jede*r Dritte kennt im eigenen Umfeld Menschen, die in den vergangenen zwölf Monaten den Job wegen KI verloren haben. Auch fast die Hälfte der Nutzer*innen befürchtet, dass KI den eigenen Arbeitsplatz überflüssig macht. Bei den Jüngeren ist die Sorge besonders groß: Rund sechs von zehn der unter 30-Jährigen machen sich Sorgen um den eigenen Job.

Unabhängig vom Alter rechnen drei Viertel der besorgten Arbeitnehmer*innen damit, dass KI schon innerhalb der nächsten fünf Jahre ihren Job übernehmen könnte. Diese Angst ist nach Ansicht der Gesundheitsexpertin völlig nachvollziehbar. Sie entsteht weniger durch die KI selbst, sondern durch das Gefühl, ihr ausgeliefert zu sein. "Für Arbeitnehmer*innen ist es deshalb wichtig, die Kontrolle zurückzugewinnen und die Selbstwirksamkeit zu stärken. Wer KI-Tools aktiv ausprobiert und sich Wissen aneignet, ersetzt diffuse Ängste durch konkrete Erfahrungen. Wissen, Austausch am Arbeitsplatz und Selbstfürsorge sind die besten Mittel gegen Zukunftsangst im digitalen Wandel", sagt Patrizia Thamm von der Pronova BKK.

Mehr Informationen zur Studie "Arbeiten 2025" finden Sie hier: www.pronovabkk.de/arbeiten2025

Über die Studie

Für die repräsentative Studie "Arbeiten 2025" der Pronova BKK wurden 1230 Arbeitnehmer*innen ab 18 Jahren im Oktober 2025 online befragt. Die Befragung gibt einen Einblick, wie die Männer und Frauen Stress und Arbeitsklima wahrnehmen, wie sie mit Erkrankungen und Ausfallzeiten umgehen und über den Einsatz von KI im Berufsleben.

Über die Pronova BKK

Mit der Pronova BKK fühlt sich Krankenkasse leicht an. Ob analog oder digital - rund 600.000 Versicherte und 86.000 Firmenkund*innen können auf den ausgezeichneten Service und das Engagement der 1.500 Mitarbeitenden zählen. Seit über 200 Jahren gestaltet sie als Betriebskrankenkasse das Gesundheitssystem von morgen mit. Neben einfachen, schnellen und klaren Prozessen liegt der Fokus der Pronova BKK auf nachhaltigem Management.

Pressekontakt:

Nina Remor
Tel.: 0214 32296-2305
Fax: 0214 32296-8305
E-Mail: presse@pronovabkk.de

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