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07.03.2017 – 08:00

Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VSHEW

Stadtwerke starten "Initiative E-Mobilität"

Reinbek (ots)

80 Fachbesucher aus Politik und Wirtschaft besuchen Auftaktveranstaltung - Stadtwerke planen flächendeckenden Ausbau mit Ladesäulen - Erfolg von E-Mobilität erfordert Reduzierung staatlicher Abgaben

80 Fachbesucher aus Politik und Wirtschaft folgten am vergangenen Montag der Einladung des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) zum "Workshop Elektromobilität" im Hotel "Altes Stahlwerk" in Neumünster. Darunter befanden sich auch viele Stadtwerke-Geschäftsführer, Elektromobilitätsexperten sowie hochrangige Politiker der Landtagsfraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Der VSHEW vertritt die Interessen der meisten Stadt- und Gemeindewerke und von deren Kunden in Schleswig-Holstein.

Der Workshop war der Startschuss für die "Initiative E-Mobilität", mit welcher die VSHEW-Mitgliedsunternehmen die E-Mobilität im Lande fördern und damit die Energiewende voranbringen wollen. "Unser Ziel ist es, möglichst viel umweltfreundlich erzeugten Strom für eine klimaschonende Fortbewegung zu nutzen", sagt Helge Spehr, VSHEW-Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Stadtwerke Rendsburg. "Noch zahlen die Schleswig-Holsteiner jährlich hunderte Millionen Euro für ungenutzten Windstrom, der zu einem guten Teil für Elektromobilität verwendet werden könnte."

Bei der Veranstaltung zur "Initiative E-Mobilität" identifizierten die Experten zwei Hauptprobleme: Zu wenige Ladesäulen und zu hohe gesetzliche Abgaben. Derzeit existieren in Schleswig-Holstein rund hundert Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Zwei Drittel davon werden von VSHEW-Mitgliedsunternehmen betrieben - häufig kostenlos für den Verbraucher. Um die Versorgung zu verbessern, werden die Stadtwerke in den kommenden zwei Jahren mehr als 80 neue Ladesäulen installieren. "Bisher haben wir ein Henne-Ei-Problem: Die Schleswig-Holsteiner kaufen kaum Elektrofahrzeuge, weil die Infrastruktur fehlt. Und potenzielle Betreiber von Ladesäulen investieren nicht, weil die Nachfrage fehlt", sagt Spehr. Das Problem wollen die Stadt- und Gemeindewerke mit den neuen Ladesäulen angehen. Denn das Gelingen der Energiewende erfordert einen höheren Anteil an Elektrofahrzeugen im Verkehr.

Um die Akzeptanz für Elektrofahrzeuge zu erhöhen und um wirtschaftliche Strompreise für Mobilitätsstrom erzielen zu können, müssen ferner die gesetzlichen Abgaben für Ladesäulen-Strom von aktuell rund 75 Prozent des Strompreises gesenkt werden. "Auf der einen Seite fördert der Staat den Kauf von Elektrofahrzeugen durch Steuervergünstigungen und Kaufprämien - um dann beim Tanken wieder voll zuzuschlagen. Das ist doch absurd", kritisiert Spehr. Außerdem fordert der VSHEW die Landesregierung auf, weitere Anreize zum Erwerb von Elektrofahrzeugen zu schaffen. Diese können beispielsweise auch aus kostenlosen Parkplätzen oder aus Vorrangspuren für E-Autos bestehen.

Zudem seien die Pläne zur Förderung der Elektromobilität aktuell noch viel Stückwerk. Der VSHEW empfiehlt der Landesregierung daher, in Kooperation mit den Stadtwerken ein Gesamtkonzept zu entwickeln und dieses in einer Modellregion versuchsweise umzusetzen.

Pressekontakt:

Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft
e.V. - VSHEW
Roman Kaak
Tel.: (040) 727 373-92
Mobil: (0170) 288 945 8
E-Mail: kaak@vshew.de
Homepage: www.vshew.de

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