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PM AOK Hessen - Die Letzten in der Reihe: AOK Hessen zu Weiheitszähnen

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Ziehen oder nicht ziehen? Das ist immer eine individuelle Entscheidung. Im Röntgenbild ist es deutlich zu sehen: Ganz hinten im Mund ist ein Zahn noch nicht durchgebrochen und liegt etwas schräg zur Zahnreihe - ein Weisheitszahn. "Früher wurden Weisheitszähne sehr oft gezogen, heute sind die Zahnärzte vorsichtiger", sagt Kerstin Müller, PR-Referentin der AOK Hessen. Nun gilt die Empfehlung, die Weisheitszähne nur dann zu entfernen, wenn Probleme auftreten oder zu erwarten sind.

Online-Presseinformation

Ziehen oder nicht ziehen? Das ist immer eine individuelle Entscheidung. Im Röntgenbild ist es deutlich zu sehen: Ganz hinten im Mund ist ein Zahn noch nicht durchgebrochen und liegt etwas schräg zur Zahnreihe - ein Weisheitszahn. "Früher wurden Weisheitszähne sehr oft gezogen, heute sind die Zahnärzte vorsichtiger", sagt Kerstin Müller, PR-Referentin der AOK Hessen. Nun gilt die Empfehlung, die Weisheitszähne nur dann zu entfernen, wenn Probleme auftreten oder zu erwarten sind.

Weisheitszähne sind nicht nur die letzten in der Zahnreihe, nämlich die "Achter" hinter den anderen sieben Zähnen auf einer Seite. Sie brechen auch, wenn überhaupt, als Letztes durch: etwa zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr. Weil die Menschen dann schon lange aus dem Milchzahn-Alter raus sind, werden sie Weisheitszähne genannt. Die Nachzügler entwickeln sich allerdings oft zu Störenfrieden, weil sie nicht genug Platz im Kiefer haben und anderen Zähnen im Weg stehen. Sie sind Relikte aus längst vergangenen Zeiten, als Menschen noch einen größeren Kiefer brauchten, um unverarbeitete Nahrung, wie zum Beispiel rohes Fleisch, zermalmen zu können. Mit fortschreitender Evolution hat sich der Kiefer zurückgebildet und bietet eigentlich nur noch Platz für 28 statt der ursprünglichen 32 Zähne.

Probleme mit den Achtern

Nicht alle Menschen haben vier Weisheitszähne, und nicht immer kommen sie zum Vorschein. Bei manchen bleiben sie ein Leben lang still im Kiefer liegen, bei manchen sind nur drei, zwei, einer oder sogar gar kein "Achter" im Gebiss angelegt. Manchmal drücken sie gegen den benachbarten Backenzahn, gegen den Kieferknochen, oder es bildet sich beim Herauswachsen eine Zahnfleischtasche, die für eine Schwellung und Entzündung sorgt bis hin zu einem Abszess. Es kann auch ganz versteckt Karies entstehen, weil mit der Zahnbürste nicht so gut hinten im letzten Mundwinkel geputzt werden kann. "Ein Weisheitszahn sollte dann entfernt werden, wenn die Betroffenen Schmerzen haben oder Beschwerden beim Kauen und Schlucken. Durch die sehr enge Lage zu den Nachbarzähnen kann sich in diesen Nischen schnell eine Karies bilden, die dann auch zur Wurzelentzündung führen kann. Dann sollte der Weisheitszahn raus", meint Müller. Auch wenn absehbar ist, dass es zu eng wird und ursprünglich korrekt stehende Zähne übereinander geschoben werden, müssen die Weisheitszähne weichen.

Ganz tief im Kiefer

Wenn der Zahn noch tief im Kiefer steckt, wird er nicht gezogen, sondern herausoperiert. Das kann der Zahnarzt ausführen, in komplizierteren Fällen wird er allerdings zum Kiefer­chirurgen überweisen. Oft reicht eine lokale Betäubung. Werden allerdings gleich alle vier Weisheitszähne entfernt, liegen sie sehr kompliziert oder sind die Ängste des Patienten groß, kann auch mal eine Vollnarkose notwendig sein. Das Für und Wider eines Eingriffs sollten Zahnarzt und Patient sorgfältig gegeneinander abwägen. Schließlich geht jede OP auch mit Risiken einher. Es kann zu Komplikationen wie Blutungen, Infektionen oder Schäden an den Nachbarzähnen kommen. Auch vorüber­gehende Taubheitsgefühle an Zähnen, Zunge oder Gesicht sind nicht ausgeschlossen, weil der Weisheitszahn im Unterkiefer dicht an dem Nerv liegt oder ihn mitunter sogar mit der Wurzel umschließt, der den Unterkiefer sensibel versorgt. Nach der Operation sind die Patienten auf jeden Fall für ein paar Tage beeinträchtigt.

Oftmals wird Patienten ergänzend zur täglichen Mundhygiene zu einer professionellen Zahnreinigung geraten. Die AOK Hessen hat auch den Nutzen dieser Behandlung einmal unter die Lupe genommen: AOK-erleben.de

(https://aok-erleben.de/professionelle-zahnreinigung-wirksam-oder-nicht/?cid=aokdehe_nse_2018_0685)

Bei Fragen kommen Sie gerne auf mich zu.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Richter

Nicole Richter

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