Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
BDP-Pressemitteilung: Der Schutz sensibler Gesundheitsdaten bleibt unverzichtbar
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Pressemitteilung
Der Schutz sensibler Gesundheitsdaten bleibt unverzichtbar
BDP stellt Position zur ePA klar und bekräftigt das Vertrauen in die Betriebsärzteschaft
Berlin, 13.07.2026: Am 23.06.2026 veröffentlichte der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP) eine Pressemitteilung zum Entwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG), der u. a. vorsieht, Betriebsärztinnen und Betriebsärzten vollumfänglichen Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) zu gewähren. Die bisherige Regelung, dass Beschäftigte der Einsicht ausdrücklich zustimmen müssen (Opt-In), soll entfallen. Auch in dieser Pressemitteilung plädiert der BDP aus prinzipiellen Gründen für das Beibehalten des Opt-In-Verfahrens.
Reaktionen auf diese Pressemitteilung haben gezeigt, dass einzelne Äußerungen missverstanden wurden, was der BDP ausdrücklich bedauert. Anlässlich der Kritik der Betriebsärzteschaft legt der BDP ausdrücklich Wert auf die Feststellung, dass er weder generell noch anlässlich einer eventuellen Änderung durch das GeDIG Zweifel daran hat, dass sich die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte an ihre berufliche Schweigepflicht halten, auch und insbesondere gegenüber Arbeitgebern.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen gelingt nur mit dem Vertrauen der Versicherten. Fach- und Berufsverbände sind vereint in dem Anliegen, Patient*innen größtmögliche Transparenz und Selbstbestimmung über ihre Daten zu ermöglichen. Unser Verband fordert seit vielen Jahren u. a. sogenannte Opt-In-Rechte für gesetzlich Versicherte und feingranulare Verschattungsrechte auf Dokumentenebene – v. a. betreffend ihrer hochsensiblen Daten aus psychiatrisch/psychotherapeutischen Behandlungen. Dies fordern wir übergreifend und für die unterschiedlichsten Kontexte.
Die Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht von Betriebsärztinnen und -ärzten stellen wir in keinster Weise in Frage. Wir schätzen die Arbeit dieser wichtigen Berufsgruppe im betrieblichen Kontext mehr denn je als relevant ein: für Angestellte, für den Erhalt der Gesundheit, für Prävention und die Förderung gesunder Arbeitsbedingungen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Susanne Berwanger
Vizepräsidentin
Mail: s.berwanger@bdp-verband.de
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen Interessen der niedergelassenen, selbständigen und angestellten/ beamteten Psychologinnen und Psychologen aus allen Tätigkeitsbereichen. Als der anerkannte Berufs- und Fachverband der Psychologinnen und Psychologen ist der BDP Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Der BDP wurde vor über 75 Jahren am 5. Juni 1946 in Hamburg gegründet. Heute gehören dem Verband rund 11.000 Mitglieder an.
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