E.ON Berechnung zur Heizsaison 2025/26: Wärmepumpen hätten den Deutschen insgesamt rund 2,2 Mrd. Euro Energiekosten sparen können
München (ots)
Der Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf Wärmepumpen in deutschen Einfamilienhäusern hätte in der vergangenen Heizperiode spürbar Kosten und CO2-Emissionen eingespart. Das zeigt eine aktuelle Berechnung von E.ON Datenexpertinnen und -experten auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes, des Umweltbundesamtes sowie des BDEW. Martin Endress, als Chief Commercial Officer (CCO) bei E.ON Energie Deutschland verantwortlich für den Bereich Energielösungen, erläutert: "Allein die Menschen in Einfamilienhäusern hätten in der abgelaufenen Heizsaison durch den Umstieg auf eine elektrische Wärmepumpe insgesamt rund 2,28 Milliarden Euro an Energiekosten einsparen können. Gleichzeitig können sich unsere Kundinnen und Kunden darauf verlassen, dass wir durch langfristige Beschaffung auch bei Erdgas weiterhin für stabile Preise sorgen. Klar ist aber auch: Langfristig trägt eine stärkere Elektrifizierung des Wärmesektors dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern signifikant zu verringern - das wird gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und internationaler Krisen für unsere Kundinnen und Kunden immer wichtiger."
Umstieg auf Wärmepumpe könnte bundesweit Energiekosten in Milliardenhöhe sparen
Für die Berechnung wurde die Anzahl der in Deutschland selbst genutzten Einfamilienhäuser zugrunde gelegt, die derzeit noch mit Öl und Gas heizen. Wie viel Energie ein Einfamilienhaus benötigt, wurde auf Grundlage des Wärmebedarfs und der durchschnittlichen Wohnfläche berechnet. Wie die E.ON Analyse zeigt, ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe aus ökonomischer Sicht klar lohnend. Ausgehend von einem Wärmebedarf von knapp 14.000 Kilowattstunden pro Einfamilienhaus von Oktober bis März ergibt sich hochgerechnet auf alle selbst genutzten Einfamilienhäuser in Deutschland ein rechnerisches Einsparpotenzial von rund 2,28 Milliarden Euro allein für die zurückliegende Heizsaison.
Großes CO2-Einsparpotenzial - insbesondere bei Einsatz von Ökostrom
Neben den wirtschaftlichen Effekten zeigt die E.ON Berechnung zudem, dass der Umstieg auf Wärmepumpen auch signifikant positive Klimawirkungen haben kann. Stellen alle bislang fossil beheizten Einfamilienhäuser in Deutschland auf eine Wärmepumpe um, hätte dies allein in der nun zu Ende gegangenen Heizsaison 14,1 Mio. Tonnen CO2 (aktueller Strommix) bzw. 27,3 Mio. Tonnen CO2 (bei Ökostrom-Nutzung) eingespart. Würden die Hälfte der Einfamilienhausbesitzer von ihrer fossilen Heizung auf eine Wärmepumpe umsteigen, hätten sie in der zurückliegenden Heizperiode mindestens 7,05 Mio. Tonnen CO2 sparen. Bei Nutzung von Ökostrom wären es rund 13,66 Mio. Tonnen CO2 gewesen. Wer über eine eigene Photovoltaik-Anlage verfügt, kann den selbst produzierten Strom ebenfalls direkt mit der Wärmepumpe verwenden.
Durch flexible Steuerung und regulatorische Vorteile zusätzlich sparen
Ein weiterer Vorteil der Wärmepumpe gegenüber fossiler Heizung: Wird sie smart gesteuert und ins Energiesystem integriert, können Besitzer zusätzlich Geld sparen. Dabei wird ein Teil des Stromverbrauchs der Wärmepumpe automatisch in Zeiten mit geringerer Netzauslastung verschoben - ohne Einfluss auf die Raumtemperatur oder den Wohnkomfort. Durch Boni für einen solchen optimierten Betrieb der Wärmepumpe sind weitere Kosteneinsparungen von bis zu 60 Euro pro Jahr möglich. Hinzu kommen - bei Vorliegen der regulatorischen Voraussetzungen - Einsparungen durch Reduktion der Netzentgelte von bis zu 190 Euro jährlich.[1]
So haben die E.ON Datenexperten gerechnet:
Für die Berechnung wurde davon ausgegangen, dass sich die Heizperiode von 1. Oktober bis 31. März des Folgejahres erstreckt. Die Zielgruppe der Einfamilienhäuser (EFH), die von Eigentümern bewohnt sind und mit Öl und Gas heizen, wurde als 76,8% der ca. 11,38 Mio. EFH die von Eigentümern bewohnt sind, berechnet, also ca. 8,74 Mio. EFH. Bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 133,2 m2 und einem durchschnittlichen Wärmebedarf von 135,4 kWh/m2 (Warmwasser und Wärmeenergie), benötigt ein EFH im Durchschnitt 18.000 kWh p.a., um den Energiebedarf zu decken. Für die Berechnung wurde angenommen, dass während der Heizperiode 78% des jährlichen Energiebedarfs anfallen. Auf Basis des benötigten Energiebedarfs während der Heizperiode wurde dann die ausgestoßene Menge CO2 berechnet. Für die Kalkulation der Betriebskosten wurde ein durchschnittlicher Erdgas-Preis von 11 Cent zugrunde gelegt. Für leichtes Heizöl wurde gemäß Daten des Statistischen Bundesamtes von einem Preis von 73,66 Euro pro Hektoliter ausgegangen. Für die Nutzung eines Wärmepumpenstromtarifs wurde ein durchschnittlicher Arbeitspreis von 26 Cent pro Kilowattstunde angenommen. Jährliche Tarif-Grundpreise sind anteilig berücksichtigt. Die Werte wurden gemäß aktueller BDEW-Daten zur Verbreitung der unterschiedlichen Heizarten in Deutschland entsprechend gewichtet.
[1] Ersparnis von bis zu 60 Euro im Jahr für flexible Wärmepumpensteuerung setzt Nutzung des Service "E.ON Home Comfort" voraus. Erreichung des kompletten Bonus erfordert Kompatibilität der Wärmepumpe mit der E.ON Home Box, Nutzen des Smart Modus an mind, 25 Tagen im Monat, Smart Meter für die Verschiebung der Verbräuche zugunsten der Stromnetzauslastung und E.ON Stromtarif. Netzentgeltreduzierung ergibt sich aus Modul 1 im § 14a EnWG. Für die Variante einer pauschalen Reduzierung auf das Netzentgelt gilt eine bundeseinheitliche Regelung zur Bestimmung dieser Reduzierung je Netzbetreiber. Sie kann je nach Netzgebiet zwischen 110 und 190 Euro (brutto) im Jahr betragen.
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