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PM // Rotkreuzklinik Wertheim – Wann ist die Zentrale Notaufnahme die richtige Anlaufstelle?

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Die Notaufnahme einer Akutklinik auf dem Land ist nicht nur für ältere Menschen mit akuten Gesundheitsproblemen eine wichtige, schnell erreichbare Anlaufstelle. Jörg Henkel, Leitender Oberarzt der Zentralen Notaufnahme ist mit seinem Team rund um die Uhr für alle akuten Notfälle da.

Bei medizinischen Problemen sind normalerweise der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst die ersten Ansprechpartner. Doch was tun, das Herz sticht, die Luft knapp wird oder die Großmutter sich bei einem Sturz ernsthaft verletzt? Hier kommt der Notfallmediziner, wie etwa Jörg Henkel, ins Spiel. Als Leitender Oberarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA) ist er nicht nur in Wertheim für alle Notfälle zuständig, er rückt auch mit dem Rettungswagen aus. „Von Montag bis Freitag stellt die Rotkreuzklinik den Notarzt. Wenn mein Kollege Dr. Wilhelm Freiherr von Lamezan verhindert ist, übernehmen mein Chef, Dr. Michael Weber, oder ich diese Aufgabe“, erklärt Henkel. Der Notfallmediziner und Internist ist begeistert von seinem Beruf, an der Arbeit in einer Klinik der Grund- und Regelversorgung schätzt er nicht nur die familiäre Atmosphäre. „Krankenhäuser in der ländlichen Region sind für die Bevölkerung aufgrund der kurzen Wege sehr wichtig. Gerade Ältere scheuen 40, 50 Kilometer auf der Autobahn. Wenn jemand öfters in die ZNA kommt, kennt man ihn und seine Problemstellung. Oft kennen auch die Pflegefachkräfte das soziale Umfeld. Das alles kann sehr hilfreich für die akute und auch für die langfristige Versorgung bzw. Fallsteuerung sein.“

Patientenausweise sparen wertvolle Zeit

Im Gegensatz zu einem großen Klinikbetrieb arbeitet Henkel zusätzlich zu seiner Leitungsfunktion täglich Schulter an Schulter mit einem Assistenzarzt der Inneren und der Chirurgie und natürlich mit den Pflegefachkräften. Martha Bundschuh ist Stationsleitung eines engagierten Teams aus fachkompetenten Pflegekräften, Praxisanleitern, Notfallpflegern in Weiterbildung, Arzthelfern und Notfallsanitätern. „Erstversorgung und Notfallbehandlung erfordern eine rasche Auffassungsgabe, schnelles Handeln sowie ein hohes Maß an Belastbarkeit, um Patienten in Extremsituationen und unter Zeitdruck zu versorgen“, betont sie. „Die Arbeit in der ZNA verlangt dem Team nicht zuletzt wegen der Pandemie und bei sommerlichen Temperaturen einiges ab.“ Bundschuh verfügt über zahlreiche Weiterbildungen, darunter einen Fernlehrgang „Emergency Room“. Sie bittet die Notfallpatienten darum, trotz der akuten Situation ihre Versichertenkarten, den Medikamentenplan mit QR-Code sowie Allergie-, Impf-, Schrittmacher- oder andere Ausweise sowie vorhandene Vorbefunde mitzubringen. „Das spart wertvolle Zeit bei der Erstversorgung und erleichtert uns die Arbeit!“.

Notfälle profitieren von der Infrastruktur der Rotkreuzklinik

Langweilig wird die Arbeit in der Wertheimer ZNA nie. „Im Gegensatz zur Uni sehen wir nicht nur spezielle Fälle, sondern ein sehr breites Spektrum von Erkrankungen“, sagt Henkel. „Deshalb müssen wir in kurzer Zeit den gesamten Patienten erfassen und schnell die richtige, ausreichende Diagnostik veranlassen.“ Das kann durchaus zwei, drei Stunden in Anspruch nehmen. Zeit, in der andere, nicht so dringende Patienten warten müssen. Um die Behandlungsreihenfolge und die Abläufe in der Notaufnahme zu planen, wird in der Notfallmedizin die pflegerische Ersteinschätzung nach dem MTS-System (Manchester Triage) verwendet – eine aus England stammende Methodik, um die Behandlungsdringlichkeit systematisch zu erkennen. „Ein vital bedrohter Patient wird rot, und damit als akut zu behandeln, eingestuft. Grün hingegen bedeutet nur untergeordnete Problematik und damit mehr Zeit bis zum Arztkontakt und zur Erstbehandlung,“ erläutert der Leitende Oberarzt. Akute Notfälle kommen überwiegend als liegend mit dem Rettungswagen. Darunter sind häufig Patienten mit Unfällen, Brüchen, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese profitieren nach der Erstversorgung von der Infrastruktur der Rotkreuzklinik für ihre weitere Diagnostik, Behandlung und manchmal auch Operation.

Komplexe Probleme erfordern spezialisierte Behandlung

„Patienten, die schon seit Wochen Beschwerden haben und ohne deutliche Verschlechterung kommen, verweisen wir in die Notfall-Praxis der Kassenärztlichen Vereinigung, die unter unserem Dach Bereitschaftsdienst vorhält.“ Die Notfallpraxis steht am Wochenende und an Feiertagen 8 bis 18 Uhr ohne Terminvereinbarung zur Verfügung. Henkel betont, dass Patienten in dringlichen Situationen natürlich kompetente Hilfe in der ZNA finden, weist jedoch darauf hin, dass die Rotkreuzklinik nicht alle Fachbereiche abdecken kann: „Wenn besorgte Eltern mit einem Kind mit Bauchweh zu uns kommen, überweisen wir an pädiatrische Experten. Schnittwunden oder auch einen Knochenbruch können wir fachkundig und schnell versorgen. Kinder sind jedoch keine kleinen Erwachsenen, sondern brauchen bei komplexeren Problemen spezialisierte Behandlung.“ Henkel und das Team der ZNA schätzen ihre unterschiedlichsten Patienten und die damit verbundene Aufgabenvielfalt in der Rotkreuzklinik. Die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung ist ihr gemeinsames Ziel – und wenn es zu Wartezeiten kommen sollte, bitten sie aus medizinischen Gründen um Verständnis dafür.

Pressekontakt
Kliniken der Schwesternschaft München
Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Ines Stefanie Wagner
Rotkreuzplatz 8
80634 München
Telefon: 089/1303-1610
E-Mail: inesstefanie.wagner@swmbrk.de
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