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Bundesumweltminister Schneider würdigt UN-Hochseeschutzabkommen

Berlin (ots)

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die Bedeutung des Abkommens zum Schutz der Hochsee hervorgehoben, das am Samstag in Kraft tritt.

Bisher sei das Meer außerhalb der nationalen Hoheitsgebiete ein rechtsfreier Raum gewesen, sagte der SPD-Politiker am Freitag im rbb24 Inforadio. Jetzt hätten viele Länder zusammengearbeitet, um Regeln für die Hochsee zu schaffen. "Das ist ein großer, großer Fortschritt, wenn man bedenkt, wie sonst so die Weltlage ist."

Bis 2030 sollen 30 Prozent der Hochsee unter Schutz gestellt werden. Dort können dann Fischerei, Schifffahrt und andere Nutzungen verboten oder stark eingeschränkt werden. Schneider unterstrich die Bedeutung der Hochsee für die Weltgemeinschaft: "Sie [...] bildet Sauerstoff, die Ozeane kühlen und sie sind der größte Lebensraum, den wir haben. [...] Generell sind wir alle in dieser Welt gemeinsam verantwortlich, dass die Meere in einem guten Zustand sind, und das sind sie derzeit nicht."

Deutschland hat das Abkommen unterschrieben, aber noch nicht ratifiziert; der Bundestag muss noch zustimmen. Das soll laut Schneider bis zum Sommer geschehen. Er sagte, das Verfahren dauere in Deutschland deshalb so lange, "weil wir sehr penibel sind und gleich noch ein Ausführungsgesetz bei Ratifizierung dazu machen, das machen andere nicht."

Schneider plädierte dafür, auch den Tiefseebergbau zu verbieten, solange die ökologischen Folgen nicht klar seien. "Wir wissen ganz wenig über die Tiefsee, wir wissen mehr über das Weltall als über die Tiefsee. Und die Bodenschätze dort sollen im Boden bleiben, solange wir nicht wissen, was passiert, wenn wir eingreifen." Darüber müsse aber noch verhandelt werden, so der Minister.

Das Interview können Sie hören unter: https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2026/01/16/hochsee-schutz-abkommen-un-carsten-schneider.html

Pressekontakt:

Rundfunk Berlin-Brandenburg
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