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"Ehrenamt braucht Hauptamt" - Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, fordert stärkere staatliche Koordination für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Kinderarmut

Gruppenbild aller Diskussionsteilnehmer mit Daniela Schadt, die der gesamten Veranstaltung als Gast beiwohnte. "Ehrenamt braucht Hauptamt" - Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, fordert stärkere staatliche Koordination für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Kinderarmut / COPYRIGHT:... mehr

Berlin (ots) - Für jedes fünfte Kind in Deutschland ist Armut alltägliche Lebensrealität. Die im Mai erschienene Bertelsmann-Studie zur Kinderarmut hat wieder gezeigt, dass die aktuellen Fördersysteme nicht wirkungsvoll greifen und Millionen Kinder keine ausreichenden Chancen auf Bildung und zur gesellschaftlichen Teilhabe haben. Die aktuelle Zuwanderung von hunderttausenden Flüchtlingskindern verstärkt dramatisch den Handlungsdruck.

"Gemeinsam gegen Kinderarmut" - Diese Herausforderung diskutierten heute in Berlin Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft vor rund 50 Gästen, darunter auch Daniela Schadt, mit dem Ziel einer besseren Verzahnung des gemeinschaftlichen Engagements. Initiator dieses Dialogs ist die unabhängige Spendenbewegung Deutschland rundet auf.

"Kinderarmut ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.", so Nina Jäcker, Geschäftsführerin von Deutschland rundet auf, in ihrer Eröffnungsrede. Prof. Dr. Sabine Andresen, Autorin der Bertelsmann-Studie "Kinder. Armut. Familie." schilderte in ihrer Keynote die breite Dimension des Problems, insbesondere die enorme Einschränkung der Handlungsspielräume von Armut betroffener Familien: "Erziehung unter Armutsbedingungen bedeutet für Eltern, ihren Kindern täglich den Mangel zu erklären."

Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, fordert eine stärkere staatliche Koordination des Ehrenamts: "Das insgesamt große Engagement aus der Zivilgesellschaft, sozialer Armut etwas entgegenzusetzen, kann noch mehr Wirkung entfalten, wenn es staatlich unterstützt und begleitet wird. Wir brauchen Institutionen und Menschen aus öffentlichen und privaten Bereichen, die als Partner zusammenarbeiten. Wir sehen insbesondere auch in der Flüchtlingskrise mit hunderttausenden betroffenen Kindern, dass Ehrenamt Hauptamt braucht. Hilfsangebote müssen koordiniert, Angebote und Bedarf zusammengebracht werden."

Rose Volz-Schmidt, Gründerin und Geschäftsführerin von wellcome, sieht die Notwendigkeit einer Sozialwende: "Die Bekämpfung der großen sozialen Probleme unsere Zeit - wie die steigende Kinderarmut in Deutschland - muss sich radikal am Problem und den Betroffenen sowie an der Wirkamkeit des Handelns orientieren. Barrieren, wie verkrustete Strukturen oder mangelnde Kooperationsbereitschaft, müssen überwunden werden, um die wirkungsvolle Verbreitung und nachhaltige Umsetzung sozialer Innovation gemeinsam zu fördern."

Weitere Diksussionsteilnehmer waren Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin, Stephan Grünewald, Psychologe und Mitbegründer des rheingold Instituts und Jan Plambeck, Vorstand Unternehmensentwicklung von Kaufland.

Über DEUTSCHLAND RUNDET AUF:

DEUTSCHLAND RUNDET AUF ist Deutschlands größte Spendenbewegung nach Einzelspenden und hat das Ziel, Kinderarmut in Deutschland zu beenden.

Die von Christian Vater gegründete, unabhängige gemeinnützige Stiftung ermöglicht jedem, durch Aufrunden von Cents beim Einkaufen, die Chancen armer Kinder in Deutschland zu verbessern. Kunden der DEUTSCHLAND RUNDET AUF Handelspartner können Rechnungsbeträge durch die Worte "Aufrunden bitte!" an der Kasse aktuell um maximal 10 Cent aufrunden. Die so gespendeten Cent-Beträge kommen zu 100% geprüften Projekten in Deutschland zugute, die von Armut betroffenen Kindern hier vor Ort die Chance auf eine bessere Zukunft geben, bspw. durch frühkindliche Bildung, Gewaltprävention oder Elternbildung.

DEUTSCHLAND RUNDET AUF startete im März 2012. Seitdem haben bereits 92 Millionen Kunden aufgerundet und so 4,2 Millionen Euro gespendet. Über 45.000 von Armut betroffene Kinder in Deutschland erhalten damit die Chance auf eine bessere Zukunft.

Bei diesen Händlern können Kunden aufrunden:

BabyOne, bonprix, dodenhof, EDEKA Möllenkamp, Jochen Schweizer, Kaufland, Netto Marken-Discount, Peek&Cloppenburg KG Hamburg, PENNY, Reno, Sonderpreis Baumarkt, SportScheck, TEMMA, toom Baumarkt, WITT WEIDEN

DEUTSCHLAND RUNDET AUF wird unterstützt vom Handelsverband Deutschland (HDE).

Pressekontakt:

Kirsten Altenhoff, Leiterin Kommunikation DEUTSCHLAND RUNDET AUF
Tel.: 030 - 78 95 00 39-34
Email: kirsten.altenhoff@deutschland-rundet-auf.de

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