Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Frankfurter Rundschau mehr verpassen.

Frankfurter Rundschau

Eine Panikoperation beim Sprit

Frankfurt (ots)

Ein Tankrabatt per Kavalierstart. Bundestag und Bundesrat beschlossen die neue Spritpreis-Verbilligung im Eilverfahren, nur eine Woche, nachdem die Merz-Koalition sich darauf verständigt hatte. Die Einigung kurz vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hatte die Wählenden milde stimmen sollen. Für die CDU ging das schief: In Berlin verlor sie, in Mecklenburg-Vorpommern flog sie aus dem Landtag. Entlastung für Kanzler Friedrich Merz? Fehlanzeige. Vor allem gilt: Der Tankrabatt ist eine schlechte Idee. Hohe Spritpreise treffen zwar nicht wenige Menschen hart, die auf das Auto angewiesen sind. Nur macht es keinen Sinn, wenn der Staat Milliarden verteilt, ohne zu fragen, wer die Hilfe braucht. Wer einen 70.000-Euro-SUV fährt und ihn viel bewegt, bekommt viel Entlastung. Wer einen sparsamen Kleinwagen hat, kriegt wenig. Wer sich kein Auto leisten kann, bekommt nichts. Sozial angemessen ist das nicht. Zumal niemand garantieren kann, dass die Ölkonzerne den Rabatt weitergeben.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Frankfurter Rundschau
Weitere Meldungen: Frankfurter Rundschau
  • 24.09.2026 – 16:50

    Auf Kontrolle kommt es an

    Frankfurt (ots) - Es muss genau hingeschaut werden, wenn Union und SPD eine nie dagewesene Erweiterung der Kompetenzen von Bundesnachrichtendienst und Bundesamt für Verfassungsschutz anstreben. Zumal die regierenden Parteien an der ehernen Grenze zwischen Geheimdienst- und Polizeiarbeit rütteln - dem Trennungsgebot, das nach den bitteren Erfahrungen des Nationalsozialismus festgeschrieben worden war. Auch die Unverletzlichkeit der Wohnung und der Telekommunikation sowie ...

  • 23.09.2026 – 16:36

    Die Frankfurter Rundschau kommentiert: Rechts liegt die Gefahr

    Frankfurt (ots) - Während es derzeit gegen links sehr laut tönt, vermisst man den politischen Aufschrei gegenüber rechts. (...) Natürlich ist es sehr erforderlich, von der Linken, speziell in Berlin, jetzt ein überzeugendes Handeln gegen die antisemitischen Strömungen in ihren Reihen zu verlangen. Auch muss nüchtern diskutiert werden, inwieweit die linken ...

  • 22.09.2026 – 17:26

    Mehr Druck auf Putin

    Frankfurt (ots) - Die ukrainischen Drohnenangriffe sind eines der wenigen Mittel, mit denen Moskau unter Druck gerät. Wer diesen Hebel abschaltet, nimmt Putin einen Anreiz zum Einlenken. Das ist nur eine der vielen Hürden, die einem baldigen Frieden im Wege stehen - und die auch der Westen aufbaut. Denn vielerorts wiegen die Eigeninteressen schwerer als der Wunsch nach Waffenruhe. So laufen in der EU gerade die Sanktionen gegen rund 3.000 Personen und Unternehmen aus - und ...