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Der Partycrasher

Frankfurt (ots)

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass ausgerechnet US-Präsident Donald Trump und seine MAGA-Bewegung die größten Partycrasher sind. Sie haben mit ihrer Politik der Mehrheit der Menschen erst die gute Laune verdorben und dann mit einem sehr schlichten Programm und einer eindimensionalen Sicht auf die 250-jährige Geschichte des Landes die Lust auf das Fest genommen. Nun feiert in dem wie selten zuvor gespaltenen und von Krisen geschüttelten Land ohne große Euphorie eher jeder für sich. Doch was wäre alles möglich, wenn US-Bürgerinnen und US-Bürger wie ursprünglich angepeilt ein Jahr lang nicht nur feiern, sondern versuchen würden, mit nachdenklichen, tiefgründigen und selbstreflexiven Formen des Gedenkens der komplexen US-Geschichte mit all ihren Widersprüchen, Verfehlungen und Erfolgen gerecht zu werden? Es wäre mehr drin gewesen als das hohle Loblied Trumps und der Seinen auf eine angeblich perfekte Nation, die so gar nicht gedacht war.

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