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Niemand fühlt sich zuständig

Frankfurt (ots)

Das Leiden der DDR-Opfer ist seit langem nur ein Nischenthema. Daran ändert auch der 70. Jahrestag des 17. Juni 1953 nichts. In der Ampelkoalition fühlt sich für ihre Belange niemand zuständig. Und bei Pressekonferenzen der SED-Opferbeauftragten Evelyn Zupke findet sich gerade ein halbes Dutzend Journalistinnen und Journalisten ein. Um Ostdeutschland kümmert sich ohnehin stets allein die ostdeutsche Hälfte der vereinigten Republik - wenngleich Ostthemen vielfach gesamtdeutsche Themen sind. Ignoranz verstärkt dieses Phänomen, wie das Erstarken der AfD in Ostdeutschland zeigt. Immerhin gibt es noch Zehntausende, die die Folgen der DDR-Repression spüren - darunter jene 40 000, die eine Opferrente beziehen. Viele ringen fast 34 Jahre nach dem Fall der Mauer unverändert darum, gesundheitliche Schäden als Folge politischer Haft anerkannt zu bekommen. Rechte Demagogen erwecken derweil den Eindruck, als sei auch die Demokratie in Wahrheit autoritär. Sie missbrauchen die Opfer ein zweites Mal.

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