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Frankfurter Rundschau: Nur ein Wunschzettel

Frankfurt (ots) - Knapp neun Monate vor dem avisierten Austrittstermin liegt ein Wunschzettel für den Brexit vor. Vieles darin wird den Verhandlungen mit Brüssel kaum standhalten. Immerhin hat die Regierung verstanden, was ihnen die 27 EU-Partner seit zwei Jahren sagen: Wer nicht dazugehört, wird schlechter gestellt als ein ordentliches Mitglied. Brexit-Ultras wie Ex-Außenminister Boris Johnson hingegen halten noch an Träumen fest. Und noch steht keinesfalls fest, ob Theresa Mays realistischerer Kurs eine Mehrheit im Unterhaus findet. Wohlgemerkt: realistischer, keineswegs realistisch. So findet sich in dem Weißbuch kein Wort zu Gibraltar; auch ist das haarige Problem der inneririschen Grenze ungelöst. Albern wirkt zudem, dass die Briten noch immer vom "No Deal"-Szenario reden. Dabei hätte ein vereinbarungsloser Austritt für den Kontinent schlimme, für die Brexit-Insel aber katastrophale Folgen. Kein Politiker mit einem Funken von Verantwortungsgefühl sollte diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

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