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Frankfurter Rundschau: Mehr Demokratie wagen

Frankfurt (ots) - Wahlen in Afrika, so scheint es, sind entweder vollendete Tatsachen, die lediglich als Lendenschürzchen dienen. Oder gefährliche Unternehmen, die mehr schaden als nutzen. Haben jene Afrikaner also Recht, die das "westliche Konzept" der Mehrheits-Demokratie für den turbulenten Kontinent grundsätzlich in Frage stellen und stattdessen einen afrikanischen Weg der Konsens-Findung fordern? Zweifellos nicht. Hinter ihrer Forderung verbirgt sich der nur schlecht getarnte Versuch afrikanischer Big Men, ihre Macht ohne störende Befragung der Bevölkerung zu zementieren. Für korrupte Diktatoren wie den Simbabwer Robert Mugabe, den Kongolesen Joseph Kabila oder den Äquatorialguineer Theodoro Obiang Nguema sind Urnengänge lediglich Schaufensterattrappen, die möglichst öffentlichkeitswirksam arrangiert werden müssen: Von wirklicher Mitbestimmung des Volkes halten diese Big Men bekanntlich nichts.

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