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Nachhaltig die Welt ernähren: Robert Bosch Juniorprofessur 2021 für Dr. Verena Seufert

Nachhaltig die Welt ernähren: Robert Bosch Juniorprofessur 2021 für Dr. Verena Seufert
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Die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ 2021 geht an die Geographin Dr. Verena Seufert. An der Universität Hohenheim forscht sie zu den Erfolgsfaktoren nachhaltiger Landwirtschaft.

Die Geographin Verena Seufert erhält die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ 2021. Seit Monatsbeginn untersucht sie an der Universität Hohenheim, wie die weltweite Nahrungsmittelproduktion durch nachhaltige Landwirtschaft gleichzeitig umwelt- und sozialverträglicher werden kann. Die Robert Bosch Stiftung GmbH stellt für das Forschungsprojekt über fünf Jahre eine Million Euro zur Verfügung. Die Juniorprofessur wird in diesem Jahr letztmalig vergeben.

Erfolgsfaktoren nachhaltiger Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion identifizieren

Das weltweite Ernährungssystem steht unter Druck. Bauern und Agrarbetriebe müssen für eine wachsende Bevölkerung Nahrungsmittel produzieren. Mit der intensiven Landwirtschaft steigt die Umweltbelastung: Treibhausgasemissionen beschleunigen den Klimawandel, die Biodiversität geht zurück, Wasser und fruchtbarer Boden werden knapp. Im Zentrum der Forschung von Verena Seufert steht die Frage, wie das gesamte System der Nahrungsmittelproduktion nachhaltiger werden kann. „Wir müssen nachhaltige Wege zur Produktion von Lebensmitteln finden, damit wir langfristig alle Menschen auf dieser Erde ernähren können,“ sagt Seufert.

Lokal erfolgreiche Ansätze auf andere Regionen übertragen

Die Juniorprofessorin wird Regionen in Indien und Mexiko in den Fokus nehmen, in denen es auch bei klimatischen Schwankungen gelingt, gute landwirtschaftliche Erträge zu erzielen – ohne die Biodiversität zu beeinträchtigen oder natürliche Ressourcen aufzubrauchen. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus lokal erfolgreichen Systemen auf andere Regionen oder Kontexte übertragbar zu machen und dadurch zu einer Transformation der globalen landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion hin zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen.

Zur Person

Verena Seufert studierte Biologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und schrieb ihre Diplomarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über die Rolle von Stickstoff für die Produktivität von Pflanzen. An der McGill University in Kanada promovierte sie in Geographie über den Beitrag biologischer Landwirtschaft zur globalen Ernährungssicherung. Im Anschluss arbeitete Seufert als Postdoktorandin an der University of British Columbia in Vancouver und am Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Zuletzt forschte sie als Assistenzprofessorin zu Landnutzung und Dynamiken des Ernährungssystems am Institut für Umweltwissenschaften der Vrije Universität in Amsterdam.

Die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“

Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält für den Zeitraum von fünf Jahren eine Million Euro, um eine eigenständige Forschergruppe an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung aufzubauen. Das Forschungsvorhaben muss im Bereich der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen angesiedelt und anwendungsorientiert sein. Die Erkenntnisse aus der Forschung sollen einen Beitrag zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen leisten. Seit 2006 wurden insgesamt 15 Robert Bosch Juniorprofessuren „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ in verschiedenen Wissenschaftsgebieten, darunter Naturwissenschaften, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurswissenschaften, vergeben.

Ein Foto von Verena Seufert für die Berichterstattung finden Sie beigefügt und im Pressebereich auf unserer Website.

Gern vermitteln wir ein Gespräch mit der Wissenschaftlerin.

Weitere Informationen unter www.bosch-stiftung.de

Über die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Sie arbeitet in den Fördergebieten Gesundheit, Bildung und Globale Fragen. Mit ihrer gemeinnützigen Tätigkeit trägt sie zur Entwicklung tragfähiger Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bei. Dazu setzt sie eigene Projekte um, geht Allianzen mit Partnern ein und fördert Initiativen Dritter. Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,9 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben.

Über die Uni Hohenheim

Die Universität Hohenheim ist die älteste Universität Stuttgarts. Gegründet 1818 als Antwort auf verheerende Hungersnöte fühlt sich die Universität Hohenheim neben intensiver Grundlagenforschung immer auch der Tradition verpflichtet, innovative Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu entwickeln.

Heute ist die Universität Hohenheim Deutschlands Nr. 1 in Agrarforschung und Food Sciences, sowie stark und einzigartig in Natur-, Wirtschafts-, Sozial-, und Kommunikationswissenschaften. Den rund 9.000 Studierenden und bietet sie fast 40 Studiengänge an.

Ein gemeinsamer Schwerpunkt in Forschung und Lehre aller Fächer ist die Bioökonomie. Dabei handelt es sich um die Wirtschaftsweise der Zukunft, mit neuen Produkten und neuen Produktionsverfahren, deren Rohstoffe von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen stammen.

Mit freundlichen Grüßen
 
Julia Rommel
Pressereferentin, Bereich Kommunikation
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart  
Tel. +49 711 46084-750
Mobil +49 173 6825949
 julia.rommel@bosch-stiftung.de
 www.bosch-stiftung.de
 
Geschäftsführung: Prof. Dr. Joachim Rogall, Sandra Breka, Sitz: Stuttgart, Registergericht: Amtsgericht Stuttgart, HRB 109
 
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