Alle Storys
Folgen
Keine Story von Universität Bremen mehr verpassen.

Universität Bremen

Projekt 6G-Coverage gestartet

Projekt 6G-Coverage gestartet
  • Bild-Infos
  • Download

Projekt 6G-Coverage gestartet

Wie können zum Beispiel bei automatisiertem Fahren unterbrechungsfreie und flächendeckende Mobilfunkverbindungen gewährleistet werden? Das untersucht das neue Projekt 6G-Coverage mit zehn Partnern aus Forschung und Industrie. Es wird von der Universität Bremen koordiniert.

Gesellschaft und Wirtschaft werden zunehmend digitaler – und damit steigt der Bedarf nach einer allgegenwärtigen und unterbrechungsfreien Netzabdeckung. Andernfalls wären Anwendungen wie vernetztes und automatisiertes Fahren, digitale Landwirtschaft, digitale Logistik oder digitale Seefahrt kaum möglich. Die sechste Mobilfunkgeneration (6G) ermöglicht unterbrechungsfreie Verbindungen durch ein 3D‑Kommunikationsnetz aus terrestrischen Basisstationen und nicht‑terrestrischen Netzkomponenten wie Flugplattformen und erdnahen Satellitenkonstellationen. Wie genau das funktionieren kann, untersucht das Projekt 6G-Coverage unter der Leitung von Professor Armin Dekorsy, Leiter des Arbeitsbereichs Nachrichtentechnik an der Universität Bremen.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das dreijährige Projekt mit 5,97 Millionen Euro, insgesamt beträgt das Projektvolumen 9,5 Millionen Euro. Neben der Universität Bremen sind zehn weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie beteiligt: Bosch, Nokia, NxP, Telefonica, Rhode&Schwarz, MediaMobil Communication, IMST, DLR, Fraunhofer-Institut FOKUS sowie Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau.

Die Partner untersuchen im Projekt zentrale Technologien für 6G-Netze – darunter Verbindungsübergaben, Antennensysteme und Mehrfachverbindungen. Im Fokus steht dabei, wie sich etwa Fahrzeuge nahtlos zwischen dem terrestrischen und nicht-terrestrischen Netz bewegen können, wie leistungsfähige und zuverlässige Antennensysteme gestaltet sein müssen und wie Endgeräte wie Autos, Drohnen oder Maschinen gleichzeitig mit unterschiedlichen Netzelementen – etwa Satelliten oder lokalen Funkzellen – verbunden werden können.

Die neuen Ansätze einer vernetzten und automatisierten Mobilität werden zunächst in Simulationen evaluiert und anschließend hinsichtlich ihres Verhaltens in realen 3D-Netzen mit Basisstationen und Satelliten untersucht. Mit dem Ziel, 6G in die Anwendung zu bringen, wird hierzu auf marktübliche Hard- und Softwarekomponenten zurückgegriffen. So entstehen praxisnahe Lösungen, die sich auch auf andere Anwendungsbereiche übertragen lassen.

Weitere Informationen:

https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/6g-coverage

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Armin Dekorsy

Leiter des Arbeitsbereichs Nachrichtentechnik

Direktor Gauss-Olbers Space Technology Transfer Center

Universität Bremen

Telefon: +49 421 218-62400

E-Mail: dekorsy@ant.uni-bremen.de

Universität Bremen
Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail:  presse@uni-bremen.de

Über die Universität Bremen
Leistungsstark, reformbereit und kooperativ – das ist die Universität Bremen. Gesellschaftliche Verantwortung ist ihr Leitprinzip seit ihrer Gründung 1971. Sie steht für die weltweit notwendigen sozialen und ökologischen Veränderungen ein, für Demokratie, Vielfalt und Gerechtigkeit. In Forschung, Lehre, Verwaltung und Technik sind der Universität Bremen die UN-Nachhaltigkeitsziele und Klimagerechtigkeit ein besonderes Anliegen. Mit ihrem breiten Fächerspektrum von rund 100 Studiengängen verbindet sie außergewöhnliche Leistungsstärke und großes Innovationspotential mit ausgeprägter Interdisziplinarität. Sie steht nachdrücklich für den Ansatz des Forschenden Lernens und Studierens. Als eine ambitionierte europäische Forschungsuniversität pflegt die Universität Bremen enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. In der Region ist sie Teil der U Bremen Research Alliance und Transferpartnerin für viele Akteure. Als Teil der Europäischen Universitätsallianz YUFE - Young Universities for the Future of Europe leisten die 23.000 Menschen der Universität Bremen einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft und gestalten aktiv wissenschaftliche Kooperationen weltweit.
Über die Northwest Alliance
Die Northwest Alliance verbindet die Universitäten Bremen und Oldenburg – zwei forschungsstarke, reformorientierte Hochschulen, die seit langem in Forschung, Lehre und Wissenstransfer kooperieren. Gemeinsam bilden sie mit rund 580 Professuren, 6.400 Mitarbeitenden, 2.700 Promovierenden und 34.000 Studierenden das Herzstück eines leistungsstarken Wissenschaftsraums im Nordwesten Deutschlands. Die Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und innovative Lösungen für regionale wie globale Herausforderungen zu entwickeln. Gemeinsam mit zahlreichen wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere dem Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK), will sie den Nordwesten zu einem zusammenhängenden Forschungs- und Transferraum weiterentwickeln. Durch ihre enge Partnerschaft mit der Rijksuniversiteit Groningen wirkt die Northwest Alliance auch über Ländergrenzen hinweg. Die Universitäten Bremen und Oldenburg bewerben sich aktuell als Exzellenzverbund Northwest Alliance in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder.