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23.03.2020 – 12:00

Universität Bremen

Wissenschaft entschlüsselt den russischen Präsidenten

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Online-Special: Wissenschaft entschlüsselt den russischen Präsidenten

Zwei Jahrzehnte ist Wladimir Putin an der Macht. „20 Jahre Putin“ ist auch Titel eines neuen Multimedia Online-Specials der Forschungsstelle Osteuropa (FSO) an der Universität Bremen. Es ist gemeinsam mit der Internetplattform dekoder.org entstanden und „entschlüsselt“ den russischen Präsidenten. Worüber hat Putin in den vergangenen 20 Jahren gesprochen? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten in mehr als 10.000 Veröffentlichungen des Kreml, wie oft welche Begriffe darin vorkommen.

Das Special „20 Jahre Putin“ ist ein Versuch, Putin zu entschlüsseln – und zwar nicht nur in einem übertragenen Sinn, sondern tatsächlich in einem technischen. Dafür haben die Autoren ein Tool entwickelt, das die Texte der offiziellen Webseite des russischen Präsidenten grafisch aufbereitet und die Häufigkeit der von Präsident Wladimir Putin (2000–2008 und 2012–2020) und des Interimspräsidenten Dimitri Medwedew (2008–2012) verwendeten Wörter in Grafiken zeigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus europäischen Universitäten greifen sich einzelne dieser Begriffe heraus und schreiben ihre Artikel dazu.

Butterbrote mit Kaviar

Das Tool begleiten zwei Texte, die die Person Putin und das System Putin einordnen. Die ehemalige Moskau-Korrespondentin Katja Gloger hat Wladimir Putin Anfang der 2000er Jahre in seinem Zuhause, beim Angeln, beim Sport und in seinem Büro im Kreml getroffen und für „dekoder“ knapp 20 Jahre später einen persönlichen Rückblick geschrieben. Katja Gloger war damals als Moskau-Korrespondentin des Magazins „Stern“ auch bei dem mächtigen Mann privat zu Gast. Sie berichtet, wie er als Gastgeber „kleine Butterbrote mit Kaviar bestreicht und sein leises, feines Deutsch“ im Gespräch erklingen lässt. Der Politikwissenschaftler Fabian Burkhardt von der FSO beschreibt das System Putin und zeigt, wie viel davon heute in Russland steckt.

Unterstützung durch VolkswagenStiftung

Das Special erscheint in drei Sprachen: Deutsch, Russisch und Englisch. Es entstand im Rahmen des Projekts „Wissenstransfer hoch zwei – Russlandstudien“, einer Kooperation zwischen der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und „dekoder.org“. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung finanziell unterstützt. Die Kooperationspartner wollen wissenschaftliche Studien zum Gegenstand der öffentlichen Debatten machen und eine differenzierte öffentliche Wahrnehmung von Russland-Themen befördern. Um eine digitale Schnittstelle zwischen Journalismus und Wissenschaft aufzubauen, werden neue multimediale Formate entwickelt und ausprobiert.

Weitere Informationen: https://putin.dekoder.org/ Das Tool kann auch auf anderen Webseiten benutzt werden. Zu diesem Zweck stellen die Anbieter gern den Embed-Code zur Verfügung. Bei Interesse Kontakt unter mail@dekoder.org

Fragen beantworten:

Leonid A. Klimov

Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter

Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen

Tel.: +49 151 70328 109

E-Mail: klimov@uni-bremen.de

Tamina Kutscher

Chefredakteurin

dekoder.org

Tel:+49 40 226 302 500

E-Mail: mail@dekoder.org

Universität Bremen
Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail: presse@uni-bremen.de

Über die Universität Bremen:

Leistungsstark, vielfältig, reformbereit und kooperativ – das ist die Universität Bremen. Rund 23.000 Menschen lernen, lehren, forschen und arbeiten auf dem internationalen Campus. Ihr gemeinsames Ziel ist es, einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten. Mit gut 100 Studiengängen ist das Fächerangebot der Universität breit aufgestellt. Als eine der führenden europäischen Forschungsuniversitäten pflegt sie enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Gemeinsam mit sieben Partnerinstitutionen gestaltet die Universität Bremen in den nächsten Jahren eine Europäische Universität. Das Netzwerk YUFE – Young Universities for the Future of Europe wird von der EU-Kommission gefördert. In der Region ist die Universität Bremen Teil der U Bremen Research Alliance. Die Kompetenz und Dynamik der Universität haben zahlreiche Unternehmen in den Technologiepark rund um den Campus gelockt. Dadurch ist ein bundesweit bedeutender Innovations-Standort entstanden – mit der Universität Bremen im Mittelpunkt. 

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