Bundespolizeiinspektion Hamburg
BPOL-HH: Mann öffnet Tür einer S-Bahn im Tunnelbereich und begibt sich in die Gleise
Hamburg (ots)
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll am 11.09.2026 gegen 20:48 Uhr ein Mann (Alter: 51 Jahre) sich im Tunnelbereich bei den Gleisen zwischen den S-Bahnhöfen Landungsbrücken und Stadthausbrücke aufgehalten haben.
Zum Begehungszeitpunkt fand Regelbetrieb statt, sodass jederzeit eine S-Bahn auf der betroffenen Strecke hätte verkehren können.
Die Notfallleitstelle der S-Bahn meldete der Bundespolizei den Gleisaufenthalt. Durch die Bundespolizei wurden anschließend kurzzeitige Stromabschaltungen sowie Streckensperrungen für die betroffenen Gleise angeordnet bis sichergestellt werden konnte, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich befindet. Zu den bahnbetrieblichen Auswirkungen kann die Bundespolizei keine Angaben machen.
Durch eingesetzte Streifen der Landespolizei Hamburg sowie der Bundespolizei konnte 200 m vom S-Bahnhof Stadthausbrücke entfernt in Richtung S-Bahnhof Landungsbrücken eine im Tunnelbereich stehende S-Bahn der Linie S7 festgestellt werden. Der Triebfahrzeugführer (Alter: 36 Jahre) gab an, dass er die S-Bahn aus bahnbetrieblichen Gründen im Tunnel kurzzeitig vor Einfahrt in den S-Bahnhof Stadthausbrücke habe anhalten müssen. Eine Person habe während des Halts im Tunnel die Notentriegelung einer Tür gelöst und sich in den Gleisbereich begeben. Er habe die Person überzeugen können wieder in die stehende S-Bahn zu steigen.
Der Tatverdächtige wurde durch die Bundespolizisten aus dem Gleisbereich geführt, in Gewahrsam genommen und dem Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof zugeführt. Bei einem Atemalkoholtest wurde ein Promillewert von 1.8 festgestellt. Der deutsche Staatsangehörige äußerte sich nicht zur vorgeworfenen Sache. Nach ausreichender Ausnüchterung wurde er wieder aus der Wache entlassen. Gegen ihn wurde u.a. ein Strafverfahren wegen des Verdachts "Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr" eröffnet. Die weiteren Ermittlungen werden durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.
WL
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