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12.06.2019 – 13:15

Bundespolizeidirektion Hannover

BPOLD-H: Bundespolizei zieht positives Resümee 2018 - Rückgang der Straftaten, Aufklärungsquote gestiegen

Niedersachsen / Bremen / Hamburg (ots)

Die Bundespolizeidirektion Hannover, zuständig für die grenz- und bahnpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung sowie die Luftsicherheit in den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Bremen, verzeichnet für das vergangene Jahr einen Rückgang der Straftaten um rund 4,5 Prozent. Wurden im Jahr 2017 noch rund 55.500 Straftaten in der Polizeilichen Eingangsstatistik (PES) der Bundespolizei erfasst, waren es im Jahr 2018 nur noch rund 53.000 Straftaten. Die Aufklärungsquote hat sich dabei nach der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) von 70,6 Prozent auf 71,6 Prozent erhöht.

Fahndungserfolge Die Bundespolizei als Fahndungspolizei konnte 2018 in Niedersachsen, Hamburg und Bremen insgesamt rund 16.000 Personenfahndungstreffer erzielen. Dabei wurden rund 1.250 Haftbefehle gegen mutmaßliche oder bereits verurteilte Straftäter vollstreckt.

Gewaltdelikte In der Betrachtung aller unter "Gewalt" zu fassenden Delikte (Körperverletzung, Widerstand, Tätlicher Angriff, Raub, Erpressung, Straftaten gegen das Leben, Landfriedensbruch) wurde 2018 ein Rückgang um 2,7 Prozent auf 4.250 Delikte verzeichnet. 42 Prozent der festgestellten Tatverdächtigen standen bei der Tatausführung unter Alkoholeinfluss (2017: ca. 44 Prozent). Deutsche Tatverdächtige bestimmen dieses Deliktfeld, allerdings beträgt der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger hier ca. 40 Prozent an allen Tatverdächtigen mit bekannter Staatsangehörigkeit. Abweichend zur Gesamtentwicklung der Gewaltdelikte, verzeichnete der "Teilbereich" der Körperverletzung eine Zunahme um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3.142 Delikte. Gewaltdelikte sind insbesondere in den Großstädten mit den großen Hauptbahnhöfen, insbesondere Hamburg, Bremen und Hannover zu verzeichnen. Erfreulich sei, so der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Dr. Martin Kuhlmann, dass Widerstandshandlungen gegen Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei im vergangenen Jahr um 8,8 Prozent auf 550 abgenommen haben. Die Videotechnik in den Hauptbahnhöfen und der Einsatz von Bodycams hat dabei sicherlich einen positiven Einfluss genommen.

Eigentumskriminalität Die Zahl der Diebstähle verringerte sich im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf rund 10.500. Die Taschen- und Handgepäckdiebstähle im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich gingen gar um 22,6 Prozent zurück. Neben der regelmäßigen Prävention durch Information der Bundespolizei zum Schutz vor Taschendieben in den Bahnhöfen ist bspw. ein Rückgang im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Hamburg um rund 24 Prozent zu verzeichnen. Ein Grund für den Gesamtrückgang ist auch der Einsatz von Taschendiebstahlsfahndern, teilweise gemeinsam mit der Landespolizei, so dass Synergieeffekte erzielt werden. Rund 79 Prozent der Tatverdächtigen mit bekannter Nationalität sind nichtdeutscher Herkunft (hauptsächlich Algerien, Marokko, Polen). Fahndungserfolge haben gezeigt, dass die Videotechnik auf Bahnhöfen und in Zügen ein wichtiger Faktor zur Identifizierung von Taschen- und Handgepäckdieben bleibt.

Reisende an den Flughäfen Auf den Flughäfen Hamburg, Bremen und Hannover waren im vergangenen Jahr rund 6.812.539 Reisende auf Non-Schengen-Flügen unterwegs, die sich einer grenzpolizeilichen Kontrolle zu unterziehen hatten. Dies ist ein Zuwachs von knapp 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden rund 26. Millionen Reisende (Quelle: ADV) im Rahmen der Luftsicherheitskontrolle überprüft.

Bei den Luftsicherheitskontrollen wurden im Jahr 2018 insgesamt rund 70.000 Gegenstände zurückgewiesen. Den Passagieren musste an den Luftsicherheitskontrollstellen die Mitnahme von u.a. Abwehrsprays oder Behältern mit brennbaren Stoffen (unter anderem Haarsprays) untersagt werden. Hinzu kommen Behälter mit chemischen und toxischen Stoffen (z.B. Batterien) sowie spitze und scharfe Gegenstände, die nicht in den Sicherheitsbereich mitgenommen werden dürfen. Darunter waren u.a. Teppichmesser, Scheren und offene Rasierklingen. Dabei verstießen Personen auch gegen das Waffengesetz. Sie führten unerlaubterweise Butterfly-, Spring- und Einhandmesser sowie Elektroschocker, Schreckschusswaffen oder Nunchakus/ Chakos mit. Gegen sie wurde wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei auf die eigene Internetseite zum sicheren und schnelleren Reisen hin, bei der umfangreiche Informationen zu verbotenen Gegenständen im Flugverkehr sowie passrechtliche Hinweise hinterlegt sind. (https://www.bundespolizei.de/Web/DE/01Sicher-auf-Reisen/01Mit-dem-Flugzeug/mit-dem-flugzeug_node.html)

Allgemein positive Bilanz Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Dr. Martin Kuhlmann, zieht ein positives Resümee: "Der Gesamtrückgang der Straftaten sowie die höhere Aufklärungsquote im bundespolizeilichen Aufgabenbereich sind ein positives Signal. Die Optimierung der Videotechnik an den Großstadtbahnhöfen und der Ausbau der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Partnern haben wesentlich zum Erfolg beigetragen".

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