PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Bundespolizeidirektion München mehr verpassen.

30.09.2021 – 12:23

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Schreie dringen aus Lkw-Auflieger
Afghanen springen an Autobahn-Rastanlage von Anhänger - Bundespolizei ermittelt wegen Einschleusung von Migranten

Bundespolizeidirektion München: Schreie dringen aus Lkw-Auflieger / Afghanen springen an Autobahn-Rastanlage von Anhänger - Bundespolizei ermittelt wegen Einschleusung von Migranten
  • Bild-Infos
  • Download

Rohrdorf / A8 / Rosenheim (ots)

Schrecksekunde für einen Lkw-Fahrer: Am späten Mittwochnachmittag (29. September) hat der Fahrer eines Sattelzuges mit serbischer Zulassung bei der Pause an der Tank- und Rastanlage Samerberg Nord Schreie und Klopfgeräusche in seinem Anhänger gehört. Der 52-jährige Berufskraftfahrer hat sofort dafür gesorgt, dass Hilfe geholt wird. Noch während der Notruf abgesetzt worden ist, wurde die Plane des Lkw-Aufliegers von innen aufgeschnitten. Aus der Öffnung sprangen vier Personen, die sich zügig vom Autobahnparkplatz entfernten. Kurze Zeit später konnte die Bundespolizei alle vier nahe der A8 bei Rohrdorf in Gewahrsam nehmen. Inzwischen wurden Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen.

Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei den Insassen des Aufliegers um afghanische Staatsangehörige im Alter von 16, 18, 24 und 39 Jahren. Keiner von ihnen konnte sich ausweisen. In der Bundespolizei-Dienststelle in Rosenheim berichteten sie, dass sie in der Nacht zuvor in Slowenien mithilfe von Schleusern in den Anhänger gelangt waren. Diese hätten für die Organisation der illegalen Mitfahrt mehrere tausend Euro von ihnen beziehungsweise ihren Verwandten verlangt. Aus Afghanistan wären sie aus Furcht vor den Taliban geflohen. Nach Europa seien sie von der Türkei aus geschleust worden. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge hatte der serbische Lkw-Fahrer zum Zeitpunkt des heimlichen Zustiegs geschlafen und nichts von dem Eindringen der Migranten in den Auflieger gemerkt. Er konnte nach seiner Befragung die Weiterfahrt antreten. Die Bundespolizisten leiteten die erwachsenen Geschleusten im Anschluss an ihre Erstversorgung einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, den minderjährigen Afghanen dem zuständigen Jugendamt zu.

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf
________________________________________________
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200 | Fax: 08031 8026-2199
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de | Twitter: bpol_by



Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.twitter.com/bpol_by.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell