Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von Bundespolizeidirektion München

30.08.2019 – 08:03

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Kokain-kontaminierte Geldscheine geschmuggelt/ Bundespolizei stellt mehrere Tausend Euro sicher

Bundespolizeidirektion München: Kokain-kontaminierte Geldscheine geschmuggelt/ Bundespolizei stellt mehrere Tausend Euro sicher
  • Bild-Infos
  • Download

Lindau (ots)

Am Donnerstagmorgen (29. August) hat die Bundespolizei bei einem Syrer, der versucht hatte unerlaubt mit dem Fernbus einzureisen, mehrere Tausend Euro sichergestellt. Der Verdächtige tätigte unglaubhafte Aussagen zur Verwendung und Herkunft des Bargeldes. Auf den Scheinen sowie der Umhängetasche wiesen die Beamten zudem Kokainspuren nach.

Lindauer Bundespolizisten nahmen am Grenzübergang Lindau-Ziegelhaus einen syrischen Busreisenden aufgrund des Versuchs der unerlaubten Einreise nach Deutschland vorläufig fest. Bei der Durchsuchung der mitgeführten Tasche fanden die Beamten Bargeld in Höhe von rund 11.600,- Euro auf. Der Betroffene gab an, dass er das Geld einer in Duisburg wohnhaften Freundin schenken wollte, die durch die Eröffnung einer Pizzeria einen großen Schuldenberg angehäuft habe.

Nach Aussage des 60-Jährigen stammten 4.500,- Euro aus eigenem Vermögen und 7.000,- Euro hatte er zusätzlich von einem Freund geliehen. Angaben zu seinem Geldgeber wollte der unerlaubt Eingereiste nicht tätigen. Der Syrer selbst verdiene durch Schwarzarbeit als Koch in Italien circa 1.800-1.900,- Euro pro Monat. Über Kontoauszüge oder anderweitige Belege verfügte der Reisende nicht, da er das Geld bar in seiner Wohnung aufbewahre.

Der Businsasse gab zudem an, in Italien bereits zweimal wegen Handels mit Kokains zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt worden zu sein und letztmalig 2010 Drogen konsumiert zu haben. Ein Drogentest an der Reisetasche sowie an einzelnen Geldscheinen verlief positiv auf Kokain. Daraufhin räumte der Mann ein, dass die Tasche seinem Freund gehöre und der Mann Drogendealer sei.

Da erhebliche Zweifel an der Herkunft beziehungsweise am rechtmäßigen Besitz des Bargeldes bestanden, stellten die Bundespolizisten 11.500,- Euro sicher und wiesen den Syrer nach Österreich zurück. Der Betroffene hat nun die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Sicherstellung einzulegen und die erforderlichen Nachweise zu erbringen. Anderenfalls wird der Betrag spätestens nach einem Jahr in Bundeseigentum übergehen. Ob diese Summe womöglich in Verbindung mit Straftaten in Deutschland steht, untersuchen nun die Ermittler der Bundespolizei.

Rückfragen bitte an:

Sabine Dittmann
Bundespolizeiinspektion Kempten
Eicher Straße 3 | 87435 Kempten
Pressestelle
Telefon: 0831 / 540 798-1010
E-Mail: bpoli.kempten.oea.controlling@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Kempten schützt mit ihren Revieren
Weilheim und Lindau auf 220 Grenzkilometern zwischen Bodensee und
Ammergebirge die Schengen-Binnengrenze zu Österreich, um
grenzüberschreitende Kriminalität und irreguläre Migration zu
verhindern.

Zudem sorgen die Bundespolizisten auf 560 Streckenkilometern und 90
Bahnhöfen für die Sicherheit des Bahnverkehrs und der Reisenden.

Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf die Landkreise Landsberg
am Lech, Lindau, Ober-, Ost-, Unterallgäu und Weilheim-Schongau,
sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen.

Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell