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09.08.2019 – 12:12

Polizei Hamburg

POL-HH: 190809-4. Verkehrsunfall mit verstorbener Person auf der BAB 7

Hamburg (ots)

Unfallzeit: 08.08.2019, 15:05 Uhr Unfallort: Hamburg-Bahrenfeld, BAB 7 in Höhe der Anschlussstelle Volkspark

Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 7 in Bahrenfeld ist gestern Nachmittag ein 46-jähriger LKW-Fahrer zu Tode gekommen. Drei weitere Personen wurden leicht verletzt. Die Autobahn war für mehrere Stunden in Fahrtrichtung Süden voll gesperrt.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen fuhr der 46-Jährige mit seinem Lastkraftzug an der Anschlussstelle Volkspark auf die Autobahn 7 in Fahrtrichtung Süden auf. Nachdem er zunächst verkehrsbedingt halten musste, beschleunigte er sein Gespann unvermittelt und fuhr augenscheinlich unkontrolliert gegen ein auf dem rechten Fahrstreifen fahrendes Wohnmobil und ein Wohnwagengespann. Die 23-jährige Fahrerin des Wohnmobils wurde hierdurch leicht verletzt und später mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Anschließend fuhr der Lastkraftzug weiter auf der mittleren Spur und kollidierte mit einem PKW Audi SQ 5, einem Sattelzug und einem weiteren Wohnmobil. Hierbei wurden keine Personen verletzt. Auch nach diesen Kollisionen fuhr der Lastkraftzug ungebremst weiter, wobei er nun die rechte Spur befuhr. Ein 41-jähriger LKW-Fahrer, der das Geschehen im Rückspiegel beobachtet hatte, reagierte geistesgegenwärtig: Als er einen Anstoß von hinten und danach den betreffenden LKW rechts neben seinem Fahrzeug bemerkt hatte, lenkte er nach rechts und keilte hierdurch den offenbar unkontrolliert fahrenden Lastkraftzug zwischen seinem LKW und der Leitplanke ein. Hierdurch kam dieser schließlich zum Stehen. Durch dieses besonnene Verhalten des 41-Jährigen dürfte ein noch weitaus schlimmeres Unfallgeschehen verhindert worden sein. Der 37-jährige Fahrer des ebenfalls in den Unfall verwickelten Audi sowie der Beifahrer eines betroffenen Wohnmobils (28) begaben sich zum dem unfallverursachenden Lastkraftzug. Sie stellten fest, dass der Fahrer offensichtlich bewusstlos war. Um ihm Erste Hilfe leisten zu können, schlugen die Männer die Scheibe der LKW-Kabine ein, wobei sich beide durch Schnittwunden leicht verletzten und später selbst vor Ort behandelt werden mussten. Die durch einen hinzugerufenen Notarzt durchgeführten Reanimationsmaßnahmen verliefen erfolglos. Der 46-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle. Nach ersten Erkenntnissen dürfte eine Erkrankung des Verstorbenen zu dem Unfall geführt haben.

Die Autobahn wurde für die Bergung der Fahrzeuge und die Unfallaufnahme etwa fünf Stunden lang in Richtung Süden voll gesperrt. Hierdurch kam es im gesamten Hamburger Stadtgebiet zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Der Verkehrsunfalldienst West (VD 2) übernahm die Sachbearbeitung. Für die Unfallaufnahme setzen die Beamten unter anderem den Polizeihubschrauber "Libelle" sowie einen 3D-Scanner ein.

Ka.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Nina Kaluza
Telefon: 040 4286-56212
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
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