Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (275) Kreuzfahrtschiff leck geschlagen

    Schwabach (ots) - Heute Morgen, 26.02.2004, gegen 06.30 Uhr, meldete der 40-jährige Kapitän eines Fahrgastkabinenschiffes starken Wassereinbruch vor der Schleuse Leerstetten (Main-Donau-Kanal).

    Das Kreuzfahrtschiff aus Köln, Länge 127 m, Breite 11,40 m, Gewicht 1500 Tonnen, war auf der Fahrt von Köln nach Passau unterwegs, auf einer Leerfahrt, ohne Passagiere. Während das Schiff vor der Schleuse Leerstetten auf die Schleusung wartete, bemerkte die Besatzung im Bugbereich einen starken Wassereinbruch.

    In kurzer Zeit lief das Untergeschoss des Schiffes auf ca. 2/3 der Schifflänge voll. Das Schiff hat eine Kapazität für 180 Passagiere. Von den 6 Besatzungsmitgliedern im Alter zwischen 40 und 58 Jahren wurde niemand verletzt. Im Laufe des Vormittags versuchten Rettungskräfte von der Berufsfeuerwehr Nürnberg, den Feuerwehren aus dem Landkreis Roth, Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg sowie der Wasserwacht das Schiff leer zu pumpen. Taucher der Berufsfeuerwehr Nürnberg, des Wasser- und Schifffahrtsamtes sowie der Wasserwacht suchten den Außenbereich des Schiffes nach einem Leck bzw. schadhaften Stellen an der Außenhaut ab.

    Da man die Steuerbordseite nicht komplett abtauchen konnte, weil das Schiff an der Kaimauer vor der Schleuse lag, begaben sich die Taucher ins Innere und suchten Kabine für Kabine ab. Gegen 11.00 Uhr stellte man ein schadhaftes Fenster im Bereich des Bugs auf der Steuerbordseite fest. Durch eine Öffnung von ca. 40 x 80 cm drang Wasser ein. Anfänglich muss der Wasserdruck so stark gewesen sein, dass der Türrahmen dieser Kabine herausgerissen wurde. Ob dieses Leck einzig und allein für den starken Wassereintritt verantwortlich war, wird derzeit noch abgeklärt. Hilfskräfte versuchen nun das Leck abzudichten, um anschließend mit zahlreichen Pumpen das Schiff zu leichtern. Da etwas Öl austrat, wurde vom THW vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff gelegt. Es hat knapp 50.000 l Dieselkraftstoff an Bord, die unter Wasser liegen.

    Sollten die Maßnahmen erfolgreich sein, wird das Kreuzfahrtschiff voraussichtlich in den Nürnberger Hafen geschleppt.

    Das in Köln registrierte Schiff einer Münchner Reederei wurde 2003 in Dienst gestellt.

    Über das Schadensausmaß kann bislang noch keine Aussage getroffen werden.

    Der Main-Donau Kanal ist in diesem Bereich bis auf weiteres für die Schifffahrt gesperrt. (Kanaltiefe - Fahrrinne 4,5 m).

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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