Polizeidirektion Bad Segeberg

POL-SE: Polizeidirektion Bad Segeberg: Erfreulich friedlicher und ruhiger Jahreswechsel

Polizeidirektion Bad Segeberg: (ots) - Die Polizei im Direktionsbereich Bad Segeberg freut sich über einen sehr friedlichen und ruhigen Start ins neue Jahr. Im Vergleich zu den Vorjahren liegen die Einsatzzahlen für die Kreise Pinneberg und Segeberg bei insgesamt 213 auf vergleichsweise geringem Niveau.

Im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel gibt es lediglich ein wirklich herausragendes Ereignis. Im Ziegeleiweg in Appen ist in der Nacht der Dachstuhl eines Doppelhauses ausgebrannt. Hier ist eine Entzündung durch Feuerwerkskörper nicht ausgeschlossen und ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Die beiden Wohneinheiten sind derzeit unbewohnbar. Eine 59-jährige Bewohnerin kam vorsorglich in ein Krankenhaus. Der Brand war gegen 1.10 Uhr von Passanten entdeckt und sofort gemeldet worden. Die Zeugen schlugen auch bei den insgesamt drei Bewohnern Alarm, so dass diese sich ins Freie retten konnten. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Brandermittlungen aufgenommen. Der Schaden wird polizeilich auf rund 150.000 Euro geschätzt.

(Über einen Wohnungsbrand heute früh in einem Mehrfamilienhaus in der Pommernstraße in Tornesch wird später in einer weiteren Meldung berichtet, da nach der bisherigen Erkenntnislage als Brandursache ein technischer Defekt als wahrscheinlich gilt und somit kein direkter Bezug zum Jahreswechsel hergestellt wird.)

Im Kreis Pinneberg gab es vor Mitternacht (18 bis 00 Uhr) 29 Einsätze (Vergleich Vorjahr 48), darunter nur eine einzige Körperverletzung. Nach Mitternacht stiegen die Einsatzzahlen auf weitere 89 (von 00 Uhr bis 06 Uhr) an und in dieser Zeit rückten Einsatzkräfte lediglich neun Mal wegen gemeldeter Körperverletzungen aus, wovon sich davon noch einige als bloße Streitigkeiten entpuppten. Mit den insgesamt 118 Einsätzen im Kreis Pinneberg kann man von einer ausgesprochen ruhigen und friedlichen Silvesternacht aus polizeilicher Sicht sprechen. Im Vergleich zu einer normalen Samstagnacht sind die Einsatzzahlen wider Erwarten nur leicht erhöht. Manch Samstagnacht im Sommer hat das Einsatzaufkommen dieses Jahreswechsels übertreffen können.

In einer Wohnstraße in Seeth-Ekholt kam es um kurz nach Mitternacht zu einem Polizeieinsatz, der mit einer Verdachtsanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung endete. Einem 32-Jährigen wird vorgeworfen, auf der Straße mit Schreckschuss- und Leuchtmunition geschossen und dabei einen 11-Jährigen am Bein getroffen zu haben. Äußerlich waren bei dem Kind aber keine Wunden sichtbar.

Im Kreis Segeberg merkten die Einsatzkräfte zwar bereits vor Mitternacht mit 35 Alarmierungen wie auch letztes Jahr (32 Einsätze vor Mitternacht), dass der Jahreswechsel naht, doch nach Mitternacht blieb ein markanter Anstieg wie im Vorjahr (auf über 130 Einsätze) aus. Es kamen nur 60 Einsätze hinzu (von 00 Uhr bis 06 Uhr), so dass die Gesamtzahl bei 95 liegt. Damit ergibt sich ein erwartungsgemäßes, etwa doppelt so hohes Aufkommen wie normal. Der Jahreswechsel ist aus polizeilicher Sicht damit als positiv ruhig und friedlich zu bewerten. Der Kreis Segeberg zählte vor Mitternacht eine und nach Mitternacht lediglich fünf Einsatzanlässe wegen Körperverletzungen.

Um Mitternacht hatten sich offenbar rund zwei bis drei Dutzend Personen auf dem Bad Segeberger Kalkberg befunden. Gegen 00.30 Uhr waren Feuerwehr und Polizei alarmiert worden, weil dort angeblich Holzhütten brennen sollten. Dies bestätigte sich glücklicherweise nicht. Es konnten nur noch einige abgebrannte Feuerwerkskörper festgestellt werden. Feuerwehrkräfte gaben der Polizei gegenüber an, dass auch Böller in ihre Richtung geworfen worden waren. Verletzt wurde aber niemand. Raketen waren offenbar ins Stadion abgeschossen worden. Die Polizisten konnten in der Nähe noch eine sechsköpfige Gruppe Jugendlicher antreffen, alle anderen Personen hatten sich bereits entfernt. Den sechs unter 18-Jährigen wurden ihre Böller und Raketen abgenommen.

In Norderstedt erlitt eine 20-jährige Norderstedterin Schmerzen im Ohr, als es gegen 19.30 Uhr auf der Straße einen lauten Knall direkt neben ihr gab. Die Polizei hat in Frage kommende Tatverdächtige ermitteln können. Die Feiernden hatten von einem Balkon im Kielortring Feuerwerkskörper abgefeuert. Der Verdacht,dass eine Signalmunition verschossen wurde, blieb bislang unerhärtet.Die Verletzte hatte sich in ein Krankenhaus begeben, wo eine Lärmschädigung am Innenohr festgestellt wurde.

Bereits im Vorfeld der Feiern, am Nachmittag des 31.Dez. nahmen Polizisten in Henstedt-Ulzburg drei 16-jährigen Jugendlichen aus Henstedt-Ulzburg sogenannte Polenböller ab. Die Beamten hatten es um kurz nach 15 Uhr in der Rostocker Straße laut knallen hören und waren der Sache gleich auf den Grund gegangen. Die Jugendlichen gaben an, die unerlaubte Pyrotechnik am Vorabend nahe AKN Bahnhof gekauft zu haben. Die Beamten stellten die gefährlichen Böller sicher. Ein Strafverfahren ist eingeleitet.

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