Polizei Düsseldorf

POL-D: Sprengsatz vor dem Türkischen Generalkonsulat - Besetzung der Schwedischen Handelskammer

      Düsseldorf (ots) - Detonation eines Sprengsatzes vor dem
Türkischen Generalkonsulat in Düsseldorf - Keine Verletzten -
Geringer Sachschaden - Abteilung polizeilicher Staatsschutz und
die Staatsanwaltschaft führen die Ermittlungen

    Nach dem Anschlag heute Morgen gegen 3 Uhr vor dem türkischen Generalkonsulat in der Landeshauptstadt ist die Spurensicherung vor Ort weitestgehend abgeschlossen. Die Ermittlungen zum Sprengsatz haben bislang ergeben, dass es sich bei dem Sprengmittel wahrscheinlich um eine Handgranate gehandelt hat. Diese wurde direkt in den Eingangsbereich des Konsulates geworfen. Dabei zerbrach die Scheibe einer Türe. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Mark. Der Sprengkörper war nicht geeignet Personen im Generalkonsulat zu gefährden. Die Videoaufzeichnungen der Überwachungskamera am Generalkonsulat müssen noch ausgewertet werden. Gegen 11.45 Uhr ging bei einer Offenbacher Zeitung, der türkischen Tageszeitung «Star», ein angeblicher Bekenneranruf einer fundamentalistischen Organisation, IBDA-C, Front der islamischen Kämpfer des großen Ostens, ein. Ein Führer dieser Organisation soll von einem türkischen Staatssicherheitsgericht zum Tode verurteilt worden sein. Daher habe man den Anschlag verübt. Trotz dieses vermeintlichen Bekenneranrufes wird weiterhin in alle Richtungen ermittelt.

    Besetzung der Büroräume der schwedischen Handelskammer in der Düsseldorfer Innenstadt - Friedliches Ende nach kurzer Zeit

    14 türkische Staatsangehörige besetzten heute Morgen friedlich die Büroräume der schwedischen Handelskammer an der Berliner Allee. Nach Verlesung eines Protestschreibens verließen sie die Räumlichkeiten. Durch die eingesetzten Beamten wurden die Personalien der Besatzer festgestellt.

    Um ein Protestschreiben «Stoppt das Sterben in den türkischen Gefängnissen» zu überreichen, besetzten heute Morgen gegen 11 Uhr eine Gruppe türkischer Staatsbürger die Schwedische Handelskammer. Sie gehören einer Gruppierung «Recht auf Leben» an, die sich unter anderem aus betroffenen Familienangehörigen türkischer Häftlinge rekrutiert. Die Türken hatten zunächst vor dem Gebäude der Handelskammer demonstriert und dann die Büroräume der Schwedischen Handelskammer betreten. Zur Zeit hat Schweden die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union inne. Der Geschäftsführer der Handelskammer sagte zu, das Schreiben an die schwedischen Regierung weiterzuleiten. Nachdem die 14 Besatzer den Aufruf gegenüber Pressevertretern verlesen hatten, verließen sie gegen 13.30 Uhr die Räume der Handelskammer. Die Polizei stellte die Personalien fest. Strafantrag wegen Hausfriedensbruch wurde bisher nicht gestellt. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob Ermittlungsverfahren wegen anderer Straftaten eingeleitet werden können.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Düsseldorf

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