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13.08.2019 – 10:53

Polizei Bochum

POL-BO: Bochum
Der Stadtwerketrick - Leider immer noch die "Kriminelle Top 1"!

Bochum (ots)

Und sie sind leider wieder in Bochum unterwegs - die "Falschen Mitarbeiter der Stadtwerke".

Diese Personen, die mit einer hohen kriminellen schauspielerischen Energie vorgehen, schellen fast immer an den Wohnungstüren von Senioren, u.a. an der einer Bochumerin (82), die an der Straße "Auf dem Dahlacker" in Riemke lebt.

Mit der Aussage, bei den Nachbarn läuft braunes Wasser aus der Leitung, bittet ein Wasserwerker am gestrigen 12. August, um 16.30 Uhr, um Einlass.

Wenig später lenkt der Mann die Seniorin geschickt ab, indem er sie darum bittet, einen Eimer zu holen und diesen unter einen Wasserhahn zu halten. Unbemerkt lässt er einen Mittäter in die Wohnung, der die Zeit nutzt, um das Portemonnaie der Rentnerin zu stehlen. Wenig später ist die Überprüfungsaktion dann auch beendet. Der Mann sagt freundlich "Danke" und verlässt die Wohnung. Kurz danach stellt die Seniorin den Diebstahl fest. Wieder hat eine kriminelle Masche "funktioniert", die es schon seit Jahrzehnten gibt!

Der "Falsche Wasserwerker", augenscheinlich ein Südosteuropäer, ist circa 170 groß, schlank, hat schwarze Haare und war dunkel gekleidet. Das ermittelnde Bochumer Kriminalkommissariat 13 bittet unter der Rufnummer 0234 / 909-4135 um Hinweise.

Diese miesen Trickdiebe, die sich u.a. auch als Handwerker, Polizisten, Kirchenbedienstete, Mitarbeiter der Hausverwaltung, Angestellte der Krankenkasse, der Rentenversicherung oder des Sozialamtes ausgeben, kündigen ihren Besuch gelegentlich sogar vorher telefonisch an, um mögliche Bedenken schon im Voraus zu zerstreuen und ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen.

Bitte bedenken Sie: Tricktäter sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. So denken sie sich immer neue "Schachzüge" aus, die an dieser Stelle nie vollständig aufzuzählen sind.

Für Trickdiebinnen und Trickdiebe, die in Wohnungen aktiv werden, gibt es nur ein einziges ernsthaftes Hindernis, das sie überwinden müssen, um zum Erfolg zu kommen - die gesperrte oder geschlossene Wohnungstür.

Daher sollten ältere Menschen zum Schutz vor Trickdieben folgende Ratschläge unbedingt beherzigen:

   - Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! 
   - Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den "Türspion" oder
     mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer 
     Türsprechanlage Gebrauch. 
   - Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer 
     Sperrbügel oder Sicherheitskette an. 
   - Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu,
     wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie 
     die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine 
     Vertrauensperson anwesend ist. 
   - Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen 
     Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie 
     dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine 
     Sehhilfe. 
   - Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde oder der Firma
     an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen 
     Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu. 
   - Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst 
     bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt 
     worden sind. 
   - Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder 
     Auftrag entgegen. 
   - Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch 
     energisch. Sprechen Sie sie laut an, rufen um Hilfe und 
     verständigen Sie über den Notruf "110" die Polizei. 
   - Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und 
     Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden 
     Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen und 
     übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer. 

Und bitte nicht vergessen: "Lassen Sie keine hohen Geldbeträge in ihrer Wohnung - die Kriminellen kennen jegliche Verstecke, auch wenn Sie denken, dass Sie die Orte wohlüberlegt haben."

Für weitere Fragen und Beratungsgespräche steht Ihnen das Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz in Bochum unter der Rufnummer 0234 / 909-4040 gern zur Verfügung. Unter der gleichen Rufummer können auch Termine mit unseren ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberatern vereinbart werden.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bochum
Pressestelle
Volker Schütte
Telefon: 0234-909 1021
E-Mail: pressestelle.bochum@polizei.nrw.de
https://www.polizei.nrw.de/bochum/

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