Polizeipräsidium Karlsruhe

POL-KA: (KA) Bruchsal - Bilanz zum Demonstrationsgeschehen in Bruchsal

Bruchsal (ots) - Einen überwiegend friedlichen Verlauf nahm am Samstag die in Bruchsal unter dem Motto "Deutschlands Zukunft sichern" stehende Versammlung mit Aufzug der AfD sowie die Menschenkette des Bündnisses "Wir für Menschlichkeit". "Das Konzept der Polizei, insbesondere die weiträumige Absperrung der Versammlungsörtlichkeit, ging auf." So das Fazit des Polizeiführers Polizeidirektor Ralf Gerber.

Bereits am Morgen versammelten sich ausgehend vom Otto-Oppenheimer-Platz über die Kaiserstraße und John-Bopp-Straße bis gegen 13.00 Uhr insgesamt etwa 900 Personen zu einer friedlichen Menschenkette. Auch die vier weiteren Parallelversammlungen mit insgesamt etwa 400 Teilnehmern verliefen störungsfrei.

An der von der AfD ausgerufenen Versammlung mit Aufzug nahmen rund 480 Demonstranten teil. Begleitet von der Polizei setzte sich der Zug gegen 17.05 Uhr auf der vorgegebenen Strecke in Bewegung. Bereits nach 20 Minuten kehrten die Teilnehmer zum Friedrichsplatz zurück, wo die Veranstaltung nach einer Abschlusskundgebung um 17.25 Uhr beendet wurde. Bereits vor Beginn der Veranstaltung, gegen 14.45 Uhr, kam es zu einem kleineren Zwischenfall an einer Polizeisperre in der Friedrichstraße. Hier versuchte eine Person die Sperre zu übersteigen, weswegen Polizeibeamte Pfefferspray einsetzten. Ein Teilnehmer der AfD-Veranstaltung und ein Polizeibeamter wurden hierdurch leicht verletzt.

Während der Veranstaltung kam es gegen 17.20 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen Teilnehmern der AfD-Versammlung und Personen des linken Spektrums die im Bereich John-Bopp-Straße aufeinandertrafen. Die Teilnehmer der AfD-Versammlung wurden von Personen des linken Spektrums mit Plakaten und Bannern offenbar bedrängt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand zückte eine Person des linken Spektrums ein Pfefferspray. Dieses wurde ihm durch ein AfD-Teilnehmer aus der Hand gerissen, der damit um sich sprühte. Hierdurch wurden fünf Polizeibeamte, die zu der Auseinandersetzung hinzugerufen wurden, leicht verletzt.

Neben etwa 800 Beamte der Bundes- und Landespolizei waren auch zwei Wasserwerfer, acht Polizeipferde und sechs Polizeihunde vor Ort, die jedoch während des gesamten Verlaufs nicht eingesetzt werden mussten.

Insgesamt mussten sieben Platzverweise ausgesprochen werden. Wegen Straftaten wie Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Vermummungsverbot wurden insgesamt zehn Personen, darunter eine Person des rechten Spektrums, festgenommen. Nach Abschluss der erforderlichen Maßnahmen kamen die Beschuldigten alle wieder auf freien Fuß, müssen sich aber auf entsprechende strafrechtliche Konsequenzen einstellen.

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