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POL-EL: Lingen - Verkehrsunfallopferberatung-Eine polizeiliche Notwendigkeit

POL-EL: Lingen - Verkehrsunfallopferberatung-Eine polizeiliche Notwendigkeit
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Lingen (ots)

"Tue Gutes und spreche darüber", so begrüßte die Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim vor einigen Tagen alle Anwesenden eines Pressegespräches zum Thema Verkehrsunfallopferberatung-ein Alleinstellungsmerkmal der niedersächsischen Polizei.

Verkehrsunfallopferberatung steckt bei der niedersächsischen Polizei noch in den Kinderschuhen, ist sie doch eine polizeiliche Notwendigkeit. Seit knapp 1 1/2 Jahren beschäftigt sich die Verkehrsunfallopferberaterin Polizeikommissarin Heike Berding mit diesem bedeutsamen Thema und konnte in dieser kurzen Zeit bereits vieles erreichen.

Um diesem Thema mehr Gewicht zu verleihen und es publik zu machen, trafen sich Angehörige, Ersthelfer und Betroffene verschiedener Verkehrsunfälle und schilderten ihre Erfahrungen nach dem Geschehen und erzählten, wie dankbar sie über die ihnen zuteil gewordene Hilfe seitens der Polizei waren.

So saßen auch die Eltern einer 18-jährigen jungen Frau mit am Tisch. Ihr Leben geriet Anfang Dezember für einen kurzen Moment aus den Fugen. Die junge Frau war in der Nacht auf dem Weg, um ihren Vater von einer Weihnachtsfeier abzuholen. Eine dunkel gekleidete Person lief plötzlich mitten auf der Fahrbahn. Es kam zum Zusammenstoß. Der 24-jährige Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Erst später stellte sich heraus, dass der Verstorbene und der Vater der jungen Frau zuvor gemeinsam an dem Abend gefeiert hatten. Sie verarbeitete das Geschehen sehr gut, anders als ihr Vater.

Wenn die Notfallseelsorger gehen, schaltet sich die Unfallopferberaterin ein. So war der Vater dankbar über die Unterstützung von Frau Berding, ihr offenes Ohr und die von ihr unterbreiteten Hilfsangebote. Dass die Polizei diese Art von Hilfe anbietet, sei ihm vorher nicht bewusst gewesen. Über eine einfache Internetrecherche sei er auf Frau Berding aufmerksam geworden.

"Bei meiner Arbeit geht es nicht darum, den Unfallhergang zu recherchieren. Vielmehr nehme ich früh Kontakt zu den Unfallopfern auf und stehe ihnen im Nachgang des Unfalls zur Seite. Ich höre zu, wir sprechen über Gefühle und Ängste. Wenn es gewünscht ist, stehe ich als Vermittlerin bereit und leite die Betroffenen an verschiedene Institutionen, beispielsweise an Trauma Ambulanzen, weiter", so Berding.

Auch eine 35-jährige Frau aus Thuine nahm diese Hilfe dankend an. Sie kam im vergangenen Jahr auf eine Unfallstelle in Lünne zu und kümmerte sich gemeinsam mit einer anderen Frau als Ersthelferin um einen schwerverletzten Motorradfahrer. Noch am gleichen Tag erlag der Mann seinen Verletzungen. Diese Nachricht warf sie aus der Bahn. Sie litt an Einschlafstörungen, hatte Albträume und konnte tagelang nichts essen. Auch sie fand Frau Berding über das Internet. Nach einer Anfrage traf man sich bereits am folgenden Tag. Die Unfallopferberaterin erkannte die schwierige Situation und verwies die Frau an die Trauma Ambulanz in Haselünne. In einer mehrwöchigen Gesprächstherapie wurde über das Geschehene gesprochen. "Heute geht es mir wieder gut", so die junge Frau.

Zu guter Letzt schilderte eine 20-jährige junge Frau aus Breddenberg ihr Schicksal. Dies liegt erst gut acht Wochen zurück. Die junge Frau wurde bei einem Boßelunfall Anfang Februar lebensgefährlich verletzt. Nach einem schweren Schädelhirntrauma und zahlreichen weiteren Verletzungen kämpfte sie sich ins Leben zurück. Neben ihrer Familie und Freunden spielte dabei ihr Reha-Manager, Herr Dommershausen eine große Rolle. Auch dieser Kontakt wurde durch Frau Berding hergestellt. Die Polizeikommissarin wandte sich an die Mutter der jungen Frau. Nicht nur sie, die gesamte Familie befand sich in einer schwierigen Situation. In dieser Ausnahmesituation stand der Reha-Manager der Familie zur Seite, kämpfte für die richtigen Behandlungen in den passenden Kliniken und nahm damit der Familie sehr viel Last von den Schultern. Ein nicht wegzudenkendes Netzwerk zwischen Polizei und Reha-Management.

Die Inspektionsleiterin dankte den Betroffenen, so offen über ihre Schicksale, Emotionen und Ängste gesprochen zu haben. Nur über diese persönlichen Eindrücke lässt sich die Wichtigkeit dieser hervorragenden Arbeit transportieren, vorantreiben und letztlich auch in der Zukunft etablieren.

   - Die Unfallopferberatin Frau Berding ist telefonisch unter der 
     Rufnummer (0591)87208 zu erreichen -

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim
Ines Kreimer
Pressesprecherin
Telefon: 0591 87 - 204
E-Mail: pressestelle@pi-el.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-el.polizei-nds.de

Außerhalb der Geschäftszeiten wenden Sie sich bitte an die örtlich
zuständige Polizeidienststelle.

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