DIE ZEIT

Ökonom Paul J.J. Welfens in der ZEIT: Nur höhere Investitionen in Forschung und Bildung schaffen anhaltendes Wachstum

    Hamburg (ots) - Deutschland leidet weniger unter einer
Konjunkturflaute als unter einer langfristigen Wachstumsschwäche.
Dies sagte der Präsident des Europäischen Instituts für
internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Potsdam,
Paul J.J. Welfens, in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT.
Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sei
aber weniger die kurzfristige Wachstumsrate als der langfristige
Trend. Der aber zeige in Deutschland schon seit Jahren nach unten.
    
    Während die etwa von der CDU geforderten Steuersenkungen die
Wirtschaft kurzfristig ankurbeln könnten, seien für dauerhaftes
Wachstum vor allem höhere Investitionen in Forschung und Bildung,
also in Humankapital, vonnöten. Dies sei das Ergebnis aller neueren
Forschungen zum Thema, so Welfens. Die Regierung übersehe das bisher.
Zwar sei ein Sparkurs angesichts der angespannten Finanzlage des
Bundes durchaus angebracht, Finanzminister Hans Eichel spare aber am
falschen Ende. "Wir haben zwar ein Wachstums- und Stabilitätsgesetz,
aber Wachstumspolitik wird in Berlin nicht gemacht", sagte Welfens
gegenüber der ZEIT.
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 27/2001 mit
    Erstverkaufstag am Donnerstag, 28. Juni 2001, ist unter
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