DIE ZEIT

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement fordert im ZEIT-Interview die Partei der Grünen auf, sich stärker auf den Wettbewerb mit der FDP einzulassen
Bildungspolitik: "Wir brauchen Leistungseliten".

    Hamburg (ots) - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident,
Wolfgang Clement, hat der Partei der Grünen empfohlen, sich stärker
auf den Wettbewerb mit der FDP einzulassen. "Genau da liege ihre
Chance", sagte Clement im Interview mit der Hamburger Wochenzeitung
DIE ZEIT. Entscheidend für den Erfolg der Grünen sei "die
Verbreiterung ihres Themenfeldes über die Umweltfragen hinaus".
Dadurch würden die Grünen zu einer ökologisch-liberalen Partei im
klassischen rechtsstaatlichen Sinn.
    
    Clement plädierte im ZEIT-Interview für eine neue Bildungspolitik,
in der nach den unterschiedlichen Begabungen zu differenzieren sei.
"Wir müssen die Unterschiede in den Fähigkeiten akzeptieren und
richtig nutzen, um bestehen zu können. Wir brauchen die
Leistungseliten. Wir müssen aber ebenso dafür sorgen, dass auch die
schwächsten Talente nicht vergeudet werden."
    
    Clement äußerte sich im ZEIT-Interview auch zum Ausschluss des
WAZ-Verlegers Erich Schumann aus der SPD. Er äußerte die Hoffnung,
dass Schumann von der in der SPD-Verfahrensordnung vorgesehenen
Möglichkeit einer Berufung gegen diese Maßnahme Gebrauch mache. Auf
die Frage, ob er sich demnach eine andere Reaktion auf die Geldspende
Schumanns an Altkanzler Kohl vorstellen könne als den
Parteiausschluss, sagte Clement: "So ist es."
    
    Diese Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 27/2000 mit Erstverkaufstag am
Donnerstag, 29. Juni 2000 ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur
Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Interviews kann
angefordert werden.
    
    
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