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BARMER: 6 Prozent Rendite, kein Verlust

    Wuppertal (ots) -  Kein Verlust, sondern eine Rendite von sechs
Prozent im Wertpapierbereich, ist die Bilanz des Finanzmanagements im
Jahr 2000 bei der BARMER. "Das hat die Redaktion "markt" des
Westdeutschen Rundfunks in der gestrigen Sendung verschwiegen", so
Susanne Uhrig, Sprecherin der BARMER. Stattdessen habe die Redaktion
die BARMER wider besseren Wissens des leichtfertigen Umgangs mit
Beitragsgeldern bezichtigt. Das kann nicht unwidersprochen bleiben.
Deshalb hier noch einmal die Fakten, die auch "markt" vorgelegen
haben:
    
    Das Sozialgesetzbuch IV, § 80, verpflichtet die
Versicherungsträger, ihre Geldmittel so anzulegen, dass ein
Kursverlust ausgeschlossen erscheint und ein angemessener Ertrag
erzielt wird. Die BARMER kauft daher höher verzinsliche Wertpapiere
wie Pfandbriefe oder Bundesanleihen. "Aktien dürfen Krankenkassen
eben wegen ihrer Risikoanfälligkeit nicht besitzen", so Uhrig weiter.
"Die im Sozialgesetzbuch enthaltenen Anlagerichtlinien halten wir
jederzeit ein."
    
    Zur Anlagestrategie der BARMER gehört es, zwecks Überbrückung von
Liquiditätsschwankungen innerhalb eines Monats tageweise Kredite
aufzunehmen, um den Verkauf ihrer Wertpapieranlagen möglichst zu
vermeiden. Bei einer durchschnittlichen Rendite von sechs Prozent und
durchschnittlichen Kreditkosten von vier Prozent eine sehr
wirtschaftliche Vorgehensweise, die im übrigen das
Bundesversicherungsamt bereits 1998 als "professionelles
Finanzmanagement" gelobt hat.
    
    Die BARMER nimmt keine Kredite auf, um zusätzliche Kapitalanlagen
zu finanzieren.
    
    Aufgrund der steigenden Leistungsausgaben musste die BARMER im
Jahr 2000 Teile ihrer Rücklagen angreifen. Dies geschah, um den
Beitragssatz 2000 stabil zu halten. Dazu wurden festverzinsliche
Papiere verkauft, wobei Kursverluste in Höhe von knapp 20 Millionen
DM entstanden, die separat auszuweisen sind. Dem stehen aber
Zinserträge in Höhe von 130 Millionen DM gegenüber, die unter
Vermögenserträgen wiederum separat ausgewiesen sind. Die
Gesamtrendite der Anlagen lag bei sechs Prozent und damit wesentlich
höher als zum Beispiel im Festgeldbereich.
    
    Die BARMER hat das Bundesversicherungsamt gebeten,
schnellstmöglich eine Stellungnahme zur Geldanlage 2000 der BARMER
abzugeben. Sie wird die dazu notwendigen Unterlagen dem Amt
unverzüglich vorlegen.
    
    
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Susanne Rüsberg-Uhrig
BARMER-Presseabteilung
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