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WDR-Pressemitteilung: Kölner Spendenaffäre - Ex-Fraktionsvorsitzender Rüther vernichtete Unterlagen

    Köln (ots) -  Nach WDR-Informationen hat der frühere
SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Rüther im Kölner Korruptionsskandal
um den Bau der Müllverbrennungsanlage Unterlagen vernichtet. Der
Strafverteidiger Norbert Rüthers bestätigte dem WDR-Hörfunk
entsprechende Informationen aus Justizkreisen. Rüther habe demnach
eingeräumt, in den Fraktionsräumen der Kölner SPD Aufzeichnungen über
illegale Barspenden in den Reißwolf gesteckt zu haben. Dies sei
geschehen, nachdem die Spen-denaffäre der CDU um den damaligen
Bundeskanzler Helmut Kohl öffentlich geworden war.
    
    Der Strafverteidiger betonte, dass sein Mandant Rüther alle übrig
gebliebenen Unterlagen sowie seine sieben Terminkalender der
fraglichen Jahre frühzeitig der Justiz übergeben habe. Rüther hatte
eingeräumt, in den 90er Jahren insgesamt 830.000 Mark an illegalen
"Dankeschön-Spenden" von Unternehmen angenommen zu haben, die zuvor
städtische Aufträge bekommen hatten. "Die Vernichtungs-Aktion erklärt
zumindest teilweise, warum Nachweise über den Verbleib von etwa
300.000 Mark fehlen", erläutert WDR-Reporter Frank Überall.
    
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