WDR Westdeutscher Rundfunk

Gemeinsames Großprojekt des ARD und ZDF Morgenmagazins zur EU-Osterweiterung
Die Kandidaten - wer darf rein in die EU?

    Köln (ots) - Neun Sendejahre haben ARD und ZDF Morgenmagazin jetzt hinter sich und endlich ist es soweit: erstmals in der Moma-Fernsehgeschichte starten ARD und ZDF eine gemeinsame, senderübergreifende Reportagereihe. Das Thema: EU-Osterweiterung.          Die Zuschauer können sich vom 2. bis 13. Juli auf eine zweiwöchige Reise durch Ungarn, die Tschechische Republik, Polen und Estland mit täglichen Live-Schaltungen freuen. Als erfahrene und kundige Reporter reisen Friedhelm Brebeck (ARD) und Susanne Gelhard (ZDF) durch die vier Länder und berichten täglich zwischen 5.30 und 9.00 Uhr von den Menschen und ihren Probleme und Hoffnungen.          Die in Nizza beschlossene EU-Osterweiterung - gefährdet durch die ablehnende Volksabstimmung der Iren - gewinnt immer mehr an Spannung. Volksbefragungen, wie sie in Polen und Estland noch ausstehen, drohen zum Risiko zu werden. Der EU-Gipfel kürzlich in Göteborg setzt dennoch darauf, die Verhandlungen mit den Beitritts-Kandidaten noch 2002 abzuschließen. Entsprechend nimmt der Zwang zum Erfolg sowohl bei der EU, als auch bei den Kandidatenländern beträchtlich zu.

    Kritiker zweifeln und die Bürger der Länder fürchten mittlerweile,
ob die Termine einzuhalten sind. Aus journalistischer Sicht stellt
sich das natürlich als ein Zugewinn an Attraktivität und Aktualität
dar.
    
    Die erste Sendewoche im Überblick:
    
    Ungarn (Montag, 2. und Dienstag, 3. Juli)
    
    Zwei Tage Live-Reportagen erwarten die Zuschauer aus Budapest und
dem Ferienort Siofok am Balaton. Welche Hoffnungen und Ängste
verbinden die Ungarn mit der EU? Wir sind neugierig, was erzählt der
Marktverkäufer, der Mann am Kiosk, EU-Vertreter oder der neue
Unternehmer des "booming" Budapest. Der Parlamentsbeauftragte für
Minderheiten Jennö Kaltenbach wird die speziell in Ungarn schwierige
Lebenssituation der Sinti und Roma beleuchten.
        
    Tschechische Republik (Mittwoch, 4. und Donnerstag, 5. Juli)
    
    In Prag erzählt Pavel Kohout, Bürger Europas, über sein Land. Am
zweiten Tag in der Republik erwarten wir von Jugendlichen in Liberec
im ehemaligen Sudetenland auch kritische Töne zum
EU-Verhandlungspoker. Die Bekämpfung von Korruption und organisierter
Kriminalität - von der EU in allen Kanidatenländern angemahnt -  wird
in Gesprächen mit  EUROPOL-Vertretern vorgestellt. Jiri
    
    Grusa, derzeit tschechischer Botschafter in Wien, wird kritische
Fragen zum Atomkraftwerk Temelin beantworten. Schließlich wird der
von den Kandidaten-Ländern befürchtete "Ausverkauf" mit
Immobilienmaklern vor Ort thematisiert.
    
    Polen (Freitag, 6. Juli)
    
    Am letzten Tag der ersten Woche sind wir auf dem Gelände der
ehemaligen "Königshütte" in Chorzow. Hier fertigt heute ein
internationales Unternehmen Straßenbahnen und Güterwaggons; ein
Beispiel für den Übergang der veralteten polnischen Schwerindustrie
zu neuer Produktion in ausländischer Hand. In dieser von hoher
Arbeitslosigkeit geprägten Industrieregion um Kattowiz fragen wir die
Arbeiter, wie sie leben, ob sie auf neue Arbeitsplätze in der EU
hoffen. Vertiefen wollen wir diese Fragen auch mit dem Erzbischof
Damian Zimon und der EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer.
    
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