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Börnsen/Griefahn: Europa kann kommen - Die Kultur ist schon da

Berlin (ots)

Zum Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
erklären die kultur- und medienpolitischen Sprecher der Fraktionen 
von CDU/CSU und SPD, Wolfgang Börnsen MdB und Monika Griefahn MdB:
Deutschland muss im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft im ersten
Halbjahr 2007 wesentliche kultur- und medienpolitische Impulse 
setzen. Die Kultur hat in Europa einen großen Stellenwert und eine 
ganz besondere Bedeutung. Kultur wirkt als Querschnittsthema in alle 
Politik- und Lebensbereiche hinein: Deswegen muss sie in der 
deutschen EU-Ratspräsidentschaft angemessene Berücksichtigung finden 
und kann damit wesentlich zu einer Intensivierung des europäischen 
Integrationsprozesses beitragen. Wichtige kulturpolitische 
Anstrengungen wurden mit dem Auswärtigen Amt und dem Beauftragten für
Kultur und Medien im Kanzleramt vereinbart.
Über den baldigen Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum 
"UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt 
kultureller Ausdrucksformen" hinaus, wird Deutschland die Initiative 
ergreifen, mit anderen europäischen Beitrittsstaaten gemeinsame 
Positionen zur kulturellen Vielfalt zu erarbeiten und damit die 
Konvention mit Leben zu erfüllen. Genau das war das Ziel der 
intensiven Beratungen der Akteure im Rahmen der "Bundesweiten 
Koalition Kulturelle Vielfalt", die in Deutschland den Prozess der 
Ausarbeitung der UNESCO-Konvention begleitet hat. Durch verschiedene 
Initiativen und Veranstaltungen soll der fördernde und stärkende 
Charakter der Kultur für den europäischen Integrationsprozess 
herausgearbeitet werden. In Konferenzen beispielsweise zu Fragen der 
Langzeitarchivierung kultureller Überlieferungen wird das verbindende
Element gemeinsamer europäischer Kulturgeschichte deutlich zu Tage 
treten.
Wir begrüßen das Vorhaben der Bundesregierung, gemeinsam mit 
europäischen Partnern Strategien zur Stärkung des kreativen Sektors 
zu entwickeln. Kultur kommt nicht nur eine wesentliche Bedeutung als 
Wirtschaftsfaktor zu, sie bringt auch die gemeinsame europäische 
Entwicklung nach vorn. Durch Musik, Tanz, Literatur oder Film kann 
eine ganz andere Qualität der Verständigung zwischen den Menschen 
Europas erreicht werden als das über gemeinsame Politik oder Geld 
möglich ist.
Auf die Unterstützung seitens des Parlamentes kann die Regierung 
ebenfalls zählen, wenn es darum geht, eine Europäische Kultur-Charta 
umzusetzen. Wir glauben, auch hier wäre ein gesamt- und vor allem 
zivilgesellschaftlich getragener Prozess zum Erreichen dieses Ziels 
notwendig. Auf europäischer Ebene sollte dafür eine breite und 
verbindende Unterstützung zu erreichen sein.
Damit Kultur auch in der europäischen Öffentlichkeit die 
entsprechende Wahrnehmung zukommen kann, bedarf es eines starken 
europäischen Mediums. Wir sind uns darin einig, dass es daran noch 
mangelt, was die mediale Präsenz Europas in der Welt einschränkt. 
Unser Ziel muss ein gemeinsames europäisches Medium sein, das 
möglicherweise am besten in Kooperation verschiedener bereits 
vorhandener europäischer Partner zu erreichen ist und beispielsweise 
durch eine Erweiterung des Senders Arte denkbar wäre.
Wir begreifen die deutsche EU-Ratspräsidentschaft als eine große 
Chance, gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn die verbindende 
Macht der Kultur zu entdecken. Diese Chance wollen wir verwirklichen.

Pressekontakt:

CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: fraktion@cducsu.de

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