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Hüppe: Keine Entwarnung für Drogenpolitik

Berlin (ots) - Zu den beiden heute vorgestellten Studien zu Drogenkonsumtrends erklärt der Drogenpolitische Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, MdB: Von einer Entwarnung kann keine Rede sein. Wenn die Drogenbeauftragte Caspers-Merk (SPD) schon im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung von einer "eher positiven Entwicklung" bei Drogenkonsumtrends gesprochen hat, so stimmt dies zumindest nicht für Ecstasy und Cannabis. So die heute veröffentlichte Kurzfassung der Repräsentativerhebung wörtlich: "Hochgerechnet nahmen in Deutschland in den letzten 12 Monaten vor der Erhebung 1,2 Mio. 18 bis 59-jährige Ecstasy." In ihrem Suchtbericht 2000 dagegen bezeichnete die Drogenbeauftragte aufgrund beider Studien den Ecstasykonsum verharmlosend als "auf niedrigem Niveau stabil". Hinzu kommt, dass die Zahl der erstauffälligen Ecstasykonsumenten mit 5495 für das Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um über 70 % gestiegen ist (1999: 3170). Besonders unverständlich bleibt vor diesem Hintergrund, dass die seit langem angekündigte Expertentagung, mit deren Hilfe neue Maßnahmen gegen den Ecstasykonsum entwickelt werden sollten, bis heute nicht stattgefunden hat. Dass laut der Studien der Cannabiskonsum angestiegen ist, beklagt wenigstens auch Frau Caspers-Merk. Ebenfalls eine rasante Zunahme ist in den letzten Jahren bei den Cannabiskonsumenten zu verzeichnen, die wegen ihres Konsums einer Behandlung bedürfen. Waren es 1997 noch 6300, befanden sich 1999 bereits 11000 Konsumenten in Behandlung. Initiativen, diesen Cannabispatienten zu helfen, hat Caspers-Merk bislang nicht erkennen lassen. Auch hier zeigt die Bundesregierung drogenpolitische Rat- und Tatenlosigkeit. Die Veröffentlichung der heute vorgelegten Studien wurde schon lange genug verschleppt. Es ist überfällig, dass die Bundesregierung sich nun endlich der Probleme, von denen der hohe Ecstasykonsum nur eines ist, annimmt. Statt jahrelanger Ankündigungen und Analysen sind endlich Taten gefragt! ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Pressestelle Tel.: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.bundestag.de E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

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