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CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Lippold/Ronsöhr: Gesundheitsschutz beim Verbraucherschutz in den Mittelpunkt stellen: nicht bei Ankündigungen stehen bleiben

Berlin (ots)

Anlässlich der morgigen Verbraucherschutzdebatte
erklären der Stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Klaus Lippold MdB und der
agrarpolitische Sprecher, Heinrich-Wilhelm Ronsöhr MdB:
Verbraucherschutz - dies hat uns die BSE- und die MKS-Krise
nachhaltig gelehrt - ist ein vordringliches Anliegen der Politik
geworden.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will für einen umfassenden
Verbraucherschutz sorgen, in dessen Mittelpunkt der Gesundheitsschutz
steht. Wir wollen erreichen, dass die Bürger sich wieder sicher
fühlen können, dass die Verunsicherung durch BSE und MKS beendet
wird.
Das kann nur dadurch erreicht werden, dass kein Fleisch aus mit
Tiermehl gemästeten Beständen aus dem Ausland importiert werden kann,
dass Antibiotika vorbeugend und als Leistungsförderer verfüttert
werden. Die Forschung muss vorangetrieben werden, so dass endlich
verlässliche Aussagen über das Ausmaß und die Art der Gefährdung
durch BSE getroffen werden können. Die Futtermittel- und
Fleischkontrollen müssen besser funktionieren. Erst kürzlich wurden
noch in sieben Fleischexportladungen nach Großbritannien
Risikomaterialien entdeckt. Wie sieht es aus mit dem seitens der
Regierung angekündigten "Qualitätsmanagement" zwischen Bund und
Ländern?
Für Verbraucher sind aber auch weitere Aktionsfelder von
wesentlicher Bedeutung:
Z.B. im Bereich der Finanzdienstleistungen und der privaten
Altersvorsorge. Hier müssen Verbraucher ein umfassendes
Informationsangebot erhalten, um entscheiden zu können, welche der
vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Finanzdienstleistungen für
ihre persönliche und wirtschaftliche Situation die richtige ist. Sie
müssen vor Missbrauch durch Anbieter geschützt werden. 
Auch im Bereich des Eigenheimerwerbes und im privaten Baubereich muss
die Informationspolitik verstärkt und die Verbrauchersicherheit
gefördert werden, z.B. durch die Standardisierung von
Baubeschreibungen, Musterbauverträgen, Information zur Absicherung
von Firmeninsolvenz und qualifizierte Baufinanzierungs- und
Energiesparberatung.
Aber auch E-commerce, Produktsicherheit im
Nicht-Ernährungsbereich, Tourismus, Technikfolgen sind Themen, in
denen Informations- und Schutzbedarf für Verbraucher besteht.
Sicherheit für den Verbraucherschutz erreicht man nur, wenn man
ihn als zentrale politische Aufgabe begreift.
Die Union schlägt ein in sich geschlossenes Konzept vor. Es
beinhaltet die wissenschaftliche Erarbeitung von Standards auf
deutscher und europäischer Ebene sowie die Bündelung von Kompetenz
und Verantwortung .
Wir brauchen ein eigenständiges Verbraucherschutzministerium, das
als zentrale Stelle die Koordinierung und die politische
Verantwortung für den Verbraucherschutz übernimmt.
Wir brauchen wissenschaftliche Beiräte und Lenkungsausschüsse.
Diese sind kein Zeichen von Bürokratie und Überreglementierung,
sondern Ausdruck dafür, dass wird den Schutz der Bürger auf eine
solide Basis stellen wollen. Die Bürger müssen wissen, dass ihre
Anliegen fachlich exakt bearbeitet und umgesetzt werden.
Verbraucherschutz effizient zu organisieren, erfordert auch die
Einbindung der Produzenten. Besonderes Gewicht sollte hierbei der
Förderung der industriellen Selbstkontrolle zukommen.
Eindeutige Regelungen sind erforderlich. Wir müssen prüfen, ob
Transparenz, Übersichtlichkeit und Klarheit mit einem
Verbraucherschutzgesetz erreicht werden können, statt - wie die
rotgrüne Bundesregierung dies vorhat - vorschnelle Reformen im
Bereich des Bürgerlichen Gesetzbuches vorzunehmen.
Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft - insbesondere der
Landwirtschaft und der klein- und mittelständischen Betriebe - muss
erhalten werden. Hierzu ist von elementarer Bedeutung, dass
Vorschriften zur Gesundheitsvorsorge und zur Lebensmittelsicherheit
nicht nur europäisch angekündigt, sondern dort auch durch- und
umgesetzt werden.
Die Politik der Bundesregierung, insbesondere der Grünen, ist
geprägt von Aktionismus. Schnell wurde ein Ministerium umgewidmet,
schnell wurde ein neuer Name dafür gefunden, schnell wurden
Medienauftritte inszeniert.
Mit dem vielbeschworenen Engagement für den Verbraucherschutz ist
es aber nicht weit her. Handlungsbedarf gibt es nach wie vor genug,
die Probleme haben sich nicht in Wohlgefallen aufgelöst. Vier Monate
nach dem Amtsantritt von Frau Künast ist in wesentlichen Bereichen
des Verbraucherschutzes außer Ankündigungen nichts passiert.
Vernünftige Politik hat auch nichts mit ideologischen Scheuklappen
zu tun. Das Gegensatzpaar ökologische - konventionelle
Landwirtschaft, das Frau Künast etablieren will, trägt nicht. Wir
brauchen eine klassisch umweltorientierte Landwirtschaft, um
Verbraucherschutz auch und vor allem im Ernährungsbereich zu
gewährleisten.

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Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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