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Böhmer: Aktive Teilnahme an der Forschung an embryonalen Stammzellen ist ethisch problematisch

Berlin (ots) - Zu den neuen Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Forschung mit menschlichen Stammzellen vom 3. Mai 2001 erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB: Die neuen Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Forschung mit embryonalen Stammzellen vom 3. Mai 2001 stellen die naturwissenschaftlichen, rechtlichen und ethischen Hintergründe sowie die internationale Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzellenforschung dar. Unzweifelhaft bietet die Bio- und Gentechnologie große Chancen zur Linderung bisher unheilbarer Krankheiten. Andererseits müssen Forschung und Technik stets unter dem Vorbehalt der Vereinbarkeit mit dem Gebot des Schutzes der unteilbaren und unveräußerlichen Menschenwürde stehen. Der Mensch darf nicht zum Objekt von Forschungs- und Wirtschaftsinteressen werden. In diesem Spannungsfeld hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft versucht, eine Schneise für die zukünftige Forschung an embryonalen Stammzellen in der Bundesrepublik Deutschland zu schlagen. Menschliches Leben beginnt mit der vollständigen Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Deshalb genießt ein Embryo bereits ab diesem Zeitpunkt den vollen Schutz der Menschenwürde des Art. 1 des Grundgesetzes. Aus diesem Grund ist aufgrund des Embryonenschutzgesetzes die Herstellung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken in Deutschland verboten. Der Stufenplan der DFG zur Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen bedeutet in letzter Konsequenz verbrauchende Embryonenforschung. Eine solche Grenzüberschreitung halte ich für ethisch nicht vertretbar. Hinzu kommt, dass mit adulten Stammzellen eine ethisch unproblematische Alternative im Bereich der Bio- und Gentechnologie gegeben ist. Gerade bei der Forschung an adulten Stammzellen sind in letzter Zeit sowohl in Deutschland als auch in den USA große Entwicklungsschritte zu verzeichnen. Der Bereich der adulten Stammzellenforschung muss in Deutschland bevorzugt ausgebaut und gefördert werden. Hier könnte der deutschen Forschung eine Vorreiterfunktion erwachsen. ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Pressestelle Tel.: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.bundestag.de E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

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