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Rauen: Wirtschaftswachstum sinkt, Arbeitsmarkt stagniert

    Berlin (ots) - Zur aktuellen Wirtschaftslage und der Situation auf
dem Arbeitsmarkt erklärt der Stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Rauen MdB:
    
    Die wirtschaftliche Realität hat die Regierung Schröder eingeholt.
Nachdem sich schon im Laufe des Jahres 2000 die Wachstumszahlen von
Quartal zu Quartal verschlechtert haben, glaubt außer der
Bundesregierung niemand mehr an das offizielle Wachstumsziel von 2,75
% für das Bruttoinlandsprodukt in 2001. Möglicherweise werden nicht
einmal 2 % erreicht.
    
    Viele mittelständische Unternehmen kämpfen derzeit um ihre
Existenz. Vor allem die Lage in der Bauwirtschaft ist dramatisch. Die
Zahl der Baugenehmigungen der Wohnungen ging im Jahr 2000 um über 20
% (in den neuen Bundesländern sogar um rund 28 %) zurück. Die Zahl
der im Bau Beschäftigten ist auf einen historischen Tiefststand
(1,034 Millionen) gefallen. Im laufenden Jahr wird mit weiteren
Arbeitsplatzverlusten gerechnet.
    
    Auch die Lage am gesamten Arbeitsmarkt ist deutlich schlechter,
als die regierungsamtliche Schönfärberei glauben machen wollte.
    
    Zwar ging die offizielle Arbeitslosenzahl von März 1999 bis März
2001 um 289.000 (von 4,288 Mio. auf 3,999 Mio.) zurück; in den beiden
Jahren 1999 und 2000 wurde der Arbeitsmarkt aber allein durch den
demographischen Rückgang um 436.000 Personen entlastet.
    
    Das heißt im Umkehrschluss, dass 147 000 Menschen mehr in den
Ruhestand gegangen als junge Menschen ins Erwerbsleben eingetreten
sind, ohne dass der Arbeitsmarkt entlastet worden wäre.
    
    Der angebliche Beschäftigungszuwachs beruht allein auf
statistischen Ursachen. Durch die Einbeziehung geringfügiger
Arbeitsverhältnisse in die Erwerbstätigenstatistik sowie den
steigenden Anteil an Teilzeitbeschäftigten hat sich zwar die Zahl der
Beschäftigten erhöht. In Erwerbsstunden gerechnet stagniert das
Arbeitsvolumen jedoch seit 1999.
    
    Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für März 2001
bestätigen diesen Stillstand. Noch nie seit der Wiedervereinigung war
der saisonal bedingte Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Monat März
so gering wie diesmal. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl
sogar um 12.000 gegenüber Februar.
    
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