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Paziorek: Frühere Kampagnen von Rot-Grün sind mitverantwortlich für das Desaster beim jetzigen Castor-Transport

    Berlin (ots) - Zum Castor-Transport vom französischen La Hague in das niedersächsische Zwischenlager Gorleben erklärt der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB:          Der am 27. März 2001 begonnene Transport von 6 Castorbehältern von Frankreich nach Gorleben führt wieder zu erheblichen Protesten der Atomkraftgegner.

    Die in der Bundesrepublik verbreitete Angst vor der Technik, die
Atomenergie produziert, ist ganz überwiegend von Rot-Grün jahrelang
geradezu gepflegt worden. Anstelle sachlicher Aufklärung über
technisch hochkomplizierte Systeme stand Verunglimpfung,
Emotionalisierung und Schüren von Misstrauen gegenüber der
Atomenergie. Jedes Mittel war hierzu tauglich, nur keine rationale
Aufklärung über den Umgang mit dieser Technik.
    
    Aus diesem Grund muss sich die rot-grüne Bundesregierung den
Vorwurf gefallen lassen, ein hohes Maß an Verantwortung an den
Vorfällen bei diesem wie bei den folgenden Castortransporten zu
tragen. Diese Bundesregierung kann nicht zur Versachlichung
beitragen, da sie vor dem Paradoxon steht, heute gutheißen zu müssen,
was Mitglieder des jetzigen Kabinetts in früheren Positionen
verteufelt haben.
    
    Der Bundesumweltminister hat durch sein Verhalten, das nicht durch
das Sachgespräch, sondern durch Arroganz gegenüber den Bürgerinnen
und Bürgern im Wendland gekennzeichnet war, jede Autorität verloren.
    
    Er hat nicht, wie von den Umweltministern der Vorgängerregierungen
praktiziert, schon vor der Durchführung der Castor-Transporte in
einer schwierigen Situation das Gespräch gesucht. Es bleibt
festzuhalten, dass Trittin dem Dialog vor Ort ausgewichen ist und
dass er sich mit den Argumenten der Betroffenen allenfalls
schriftlich auseinander setzte.
    
    Der Bundeskanzler schweigt zu dieser Situation, was politisch
unverantwortlich ist. Gerade weil sein Umweltminister nur noch
begrenzt handlungsfähig ist, ist die klare und eindeutige
Stellungnahme des Bundeskanzlers nunmehr dringend erforderlich!
    
    
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