Ford-Werke GmbH

Dampf machen, Dampf liefern, Dampf nutzen
Fakten und Zahlen

    Köln (ots) -
    
    * Bei der thermischen Verwertung von Abfall in der
Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) wird mit der dabei erzeugten
Feuerungswärme Wasser in einem Heizkessel soweit erhitzt, bis
Wasserdampf entsteht. Dieser Dampf wird zum Antrieb von
Turbinen/Generatoren für die Stromerzeugung genutzt, aber auch für
Heiz-/Produktionszwecke.
    
    * Für die Erzeugung von einer Tonne Dampf muss die RMVA rund 270
kg Abfall verbrennen. Der Auslegungsheizwert von einem Kilogramm
Abfall entspricht rund 3 KWh. Zum Vergleich: Der Heizwert von 1 Liter
Heizöl entspricht 10 KWh, der von einem Kilogramm Holz ca. 4 bis 5
KWh.
    
    * Die RMVA erzeugt jede Stunde bis zu 264 t Dampf (je nach
Abfallmenge und Heizwert). Davon werden stündlich 10 bis 50 t Dampf
für die Wärmeversorgung der Ford-Werke AG ausgekoppelt. Mit dem
überwiegenden Rest produziert die RMVA Strom zur Eigenversorgung bzw.
für die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz.
    
    * Im Durchschnitt strömen ca. 30 t Dampf pro Stunde von der RMVA
durch eine 800 m lange, wärmeisolierte Rohrleitung zur
Wärmetauscher-Station auf dem Ford-Gelände. Dort wird die Wärme des
Dampfes auf das Ford-Heizmedium Wasser übertragen. Dazu wird das
"Ford-Wasser" in einem speziellen Behälter (Wärmetauscher) von dem
280 Grad Celsius heißen Dampf umströmt und so auf max. 160 Grad
Celsius erhitzt.
    
    * Ford hat im Jahre 2000 insgesamt 350.000 MWh Dampf (= 532.000 t)
bezogen, davon etwa 200.000 MWh (= 250.000 t) aus der RMVA, der
restliche Wärmebedarf wurde vom Kraftwerk Köln-Merkenich der Gas-,
Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG (GEW) geliefert.
    
    * Der größte Teil der Wärme, die Ford jährlich bezieht, wird für
die Beheizung der Werkhallen am Standort Köln-Niehl benötigt. Ca. 20
Prozent (= 70.000 MWh) braucht Ford für Produktionsprozesse.
    
    * Von diesen 70.000 MWh Heizwärme, die Ford jährlich für die
Produktion verwendet, werden ca. 60.000 MWh für die
Fahrzeug-Lackierung eingesetzt (Modelle Fiesta und Puma), ca. 10.000
MWh für andere Produktionszwecke.
    
    * Haupteinsatzgebiet der Heizwärme in der Fahrzeug-Lackierung ist
das Erhitzen von Tauchbecken zur Behandlung der Rohkarosserien vor
dem Lackiervorgang und die Erwärmung der Zuluft in den Lackkabinen.
    
    * Im Werk Köln-Niehl wurden im Jahre 2000 über 190.000 Fiesta und
Puma produziert. Für jedes dieser Autos wurden 0,32 MWh Wärme
gebraucht. Das bedeutet, dass für das Lackieren eines Ford Fiesta
oder eines Ford Puma ca. 100 kg Abfall verbrannt werden müssen.
    
    * Bezogen auf die Fahrzeugproduktion des vergangenen Jahres am
Ford-Standort Köln-Niehl sind dies 19.000 t Abfall, die - von den
Kölner Bürgerinnen und Bürger erzeugt -, in der RMVA in Dampf
umgewandelt und der Ford-Werke AG für die Lackierung der Karosserien
geliefert wurden.
    
    Länge der Dampfleitung RMVA-Ford:         800 m
    Durchmesser (ohne Isolierung):              600 mm
    Durchmesser (mit Isolierung):            1.000 mm
    Dampftemperatur:                                    280 Grad
    Dampfdruck:                                              16 bar
    Wärmeverlust der Dampfleitung:          3,5 Prozent oder 9 Grad C
    
    Dampfleistung der RMVA für Ford:        10-50 t pro Stunde
    Monatlich gelieferte Dampfmenge:        21.000 t
    
    insges. an Ford gelieferte
    Dampfmenge (2000):                              531.900 t (= 350.000 MWh)
    davon von RMVA gelieferte
    Dampfmenge (2000):                              250.000 t (= 200.000 MWh)
    
    Installierte Wärmetauscherleitung      225 MW
    
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