Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

VKU-Landesgruppen in den neuen Bundesländern fordern langfristige Perspektive für ökologische Modernisierung der Energiewirtschaft

    Berlin (ots) -

    Angriffe der Verbundunternehmen auf KWK werden zurückgewiesen
    
Die Vorsitzenden der VKU-Landesgruppen in den neuen Bundesländern
fordern eine langfristige Perspektive für die ökologische
Modernisierung der Energiewirtschaft, die in den neuen Bundesländern
im letzten Jahrzehnt durchgeführt wurde. Die kommunalen
Versorgungsunternehmen Ostdeutschlands betreiben heute hocheffiziente
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 1.900
MW. Etwa 25 % der Wohnungen in den neuen Ländern werden mit der
umweltfreundlichen Fernwärme beheizt.
    
    Diese ökologischen Strukturen der Versorgungswirtschaft seien
durch die andauernden Niedrigstpreise am Strommarkt bedroht. Ursache
dieses Preisverfalls sind die massiven Überkapazitäten (1999 knapp
20%).
    
    Aus umwelt- und klimapolitischen Gründen halten die
VKU-Landesgruppenvorsitzenden es für unbedingt erforderlich, der
ökologisch effizienten KWK eine langfristige Perspektive zu geben.
Dies könne das derzeitige KWK-Gesetz wegen seiner befristeten und
degressiven Vergütungssätze nicht leisten. Ein KWK-Zertifikatshandel
für Strom biete aber eine solche Perspektive, da er eine transparente
und marktkonforme Vergütung der zusätzlichen Umweltdienstleistung von
KWK-Anlagen, der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme,
ermögliche.
    
    Die VKU-Landesgruppenvorsitzenden weisen die Angriffe der
Verbundunternehmen auf die ökologische Effizienztechnik KWK zurück.
Ein KWK-Zertifikatshandel sei marktkonform und stelle keine
Regulierung des Strommarktes dar, da die Vergütung der
Umweltdienstleistung auf einem zweiten Markt, dem Zertifikatshandel,
erfolge. Er setze am entscheidenden Problem, dem Stromabsatz, an, der
aufgrund des Strompreisverfalls in Frage stehe. Im Gegensatz zu
staatlich finanzierten Lösungen sei der Zertifikatshandel EU-konform.
Das zeige auch die Haltung der EU-Kommission zu vergleichbaren
Regelungen in anderen Ländern, wie z.B. in Dänemark. Die Höhe der
Entlohung für die Umweltdienstleistung werde fair und transparent am
Markt ausgehandelt und nicht in einem undurchsichtigen und
bürokratischen Verfahren bestimmt.
    
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