World Vision Deutschland e. V.

World Vision schickt erste Hilfslieferungen in Richtung Afghanistan

    Friedrichsdorf (ots) -

    * Ungewissheit über Flüchtlingsbewegungen nach Bombenangriffen

    * Hilfswerke noch unzureichend auf große Flüchtlingsströme
        vorbereitet

    * Deutsche World Vision-Mitarbeiter unterwegs in die Nachbarländer

    * Kriegsfotografin Ursula Meissner aus Afghanistan zurück: Bilder
        verfügbar
    
    Nach den ersten Militärschlägen gegen das Taliban-Regime herrscht
Unsicherheit über die Flüchtlingssituation in Afghanistan. Ob die
Angriffe neue Fluchtbewegungen verursachten, ist zur Stunde noch
unklar. Unterdessen laufen die Vorbereitungen der Hilfsorganisationen
auf Hochtouren. Die UN sucht in Pakistan und im Iran noch immer nach
geeigneten Plätzen für Flüchtlingslager. Kriegsfotografin Ursula
Meissner ist zurück aus Afghanistan und Pakistan. Exzellente Fotos
können angefordert werden.
    
    WORLD VISION hat Trockennahrung, Decken, Zelte, Wassercontainer
und Küchensets auf den Weg gebracht. Aber noch sind die meisten
Flüchtlinge innerhalb von Afghanistan. Die Grenzen der Nachbarländer
sind geschlossen. Die Atmosphäre im Grenzgebiet ist angespannt. Greg
Low, für WORLD VISION in Pakistan unterwegs, berichtet über
antiamerikanische Demonstrationen in Peshawar. "Etwa 2000 Menschen
demonstrierten gestern gegen Amerika", so Low. "Überall gibt es
T-Shirts zu kaufen, auf denen Osama Bin Laden unterstützt wird und
die zur Dschihad aufrufen." In Quetta haben wütende Extremisten das
UNHCR-Büro mit Steinen beworfen und das UNICEF-Gebäude in Brand
gesetzt.
    
    Auf die "Brot und Bomben"-Strategie der USA angesprochen, sagt Dr.
Wolfgang Jamann von WORLD VISION DEUTSCHLAND: "Bomben bekämpfen den
Hunger nicht. Aber der Kampf gegen die Armut sollte ebenso
entschlossen geführt werden wie der Krieg gegen den Terror. Abwürfe
von Medikamenten und Nahrungsmitteln aus Militärflugzeugen sind nicht
das geeignete Mittel. Wir benötigen vielmehr den direkten Zugang zu
den Flüchtlingen in Afghanistan und den Nachbarländern."
    
    Mitarbeiter von WORLD VISION sind derzeit in Pakistan und im Iran,
um Hilfsmassnahmen vorzubereiten. Auch deutsche Kollegen sind
unterwegs nach Pakistan, Iran und Tadschikistan. In diesen Ländern
werden die meisten Flüchtlinge erwartet. In Tadschikistan gibt es
derzeit 10.000 afghanische Flüchtlinge. Kriegsfotografin Ursula
Meisser befand sich gerade auf dem Weg nach Kabul, als alle Ausländer
aus Afghanistan ausgewiesen wurden und auch sie den Rückzug antreten
musste. WORLD VISION DEUTSCHLAND ruft zu Spenden auf:

    Spendenkonto 20 20     Volksbank Frankfurt (BLZ 501 900 00)     Stichwort "Flüchtlingshilfe Afghanistan"     

    KONTAKT:          Mit weiteren Fragen können Sie sich gerne bei Iris Manner (Tel. 06172-763 151) oder bei Kurt Bangert (Tel.: 06172-763 150 oder 0172-212 77 38) melden. Wir vermitteln auch Interviews mit Ursula Meissner (zurück in Deutschland), Ton van Zutphen (im Iran) sowie in den nächsten Tagen mit Doris Knöchel, Dr. Wolfgang Jamann und Reinhard Scheumann (unterwegs nach Pakistan, Iran und Tadschikistan)

    HINTERGRUND:          WORLD VISION Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe. Mehr als 100 Projekte werden momentan in 34 Ländern durchgeführt. WORLD VISION Deutschland ist Teil der weltweiten WORLD VISION-Partnerschaft mit 46 nationalen Büros und über 10.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. WORLD VISION unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen.


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