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Bundeskanzlerin Merkel im SAT.1-Interview vorm Halbfinale gegen Spanien: "Es wird ein schweres Spiel. Mein Tipp ist 2:1"

Unterföhring (ots) - 7. Juli 2010. Dauerstreit in der Koalition, Kritik am Sparpaket und Ärger um Gesundheitsreform und AKW-Laufzeiten - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in diesen Tagen mit vielen Problemen zu kämpfen. Für Ablenkung sorgt die Nationalmannschaft, die heute gegen Spanien antritt. Im Interview mit SAT.1-Anchorman Peter Limbourg setzt die Kanzlerin auf Sieg: "Es wird ein sehr schweres Spiel. Und ich drücke natürlich der Mannschaft nicht nur beide Daumen, sondern hoffe, wie viele, viele andere auch, dass es gut klappt. Mein Tipp ist 2:1. Aber ich sage noch mal, es wird ein sehr schweres Spiel." Diesmal ist sie allerdings nicht selbst vor Ort: "Ich war beim Viertelfinale. Wir haben jetzt in der letzten parlamentarischen Woche viele Entscheidungen zu treffen. Da werde ich hier gebraucht."

Über die Kontroversen zur Gesundheitsreform sagt Merkel: "Es hat noch keinen Tag gegeben, an dem eine Gesundheitsreform von allen Seiten bejubelt wurde. (...) Deutschland ist das Land mit dem besten oder einem der besten Gesundheitssysteme der Welt. Wenn wir das erhalten wollen, werden wir mehr Geld ausgeben müssen. Das bedeutet dann natürlich, dass ich immer wieder auch gucken muss, wo ich sparen kann. Wir werden die Forderungen der Ärzte nicht erfüllen. Wir werden bei den Apotheken etwas tun. Dort werden wieder neue Beschränkungen eingeführt im Zusammenhang mit den Preisen für Arzneimittel. Die Apotheker haben viele solcher Runden durchgemacht. Wir werden etwas tun bei den Honoraren der Ärzte. Im Krankenhausbereich dürfen die Kosten nur weniger steigen als man das eigentlich möchte. Und wir werden bei den Krankenkassen verlangen, dass in den nächsten beiden Jahren die Verwaltungskosten überhaupt nicht steigen dürfen."

Über die Kritik des hessischen Bundestagsabgeordneten Michael Brand an ihrer Person: "Ich habe dazu gestern Stellung genommen. Ich werde mich mit ihm auch noch mal darüber unterhalten, was ihn beschwert. Ich glaube, insgesamt ist klar, dass wir ein sehr enges Verhältnis auch gerade zu den Mitgliedern des Deutschen Bundestages haben. Ich spreche sehr, sehr viel. Es ist natürlich auch in den letzten Monaten sehr viel Abstimmungsbedarf gewesen. Wir haben zum Beispiel zweimal Rettungsaktionen für den Euro machen müssen - einmal mit Griechenland, einmal bei dem Gesamt-Euro-Schirm. Dort waren sehr viele und vor allem sehr schnelle Entscheidungen durch das Parlament gefordert. Ich bin sehr dankbar, dass die Parlamentarier dort immer mitgezogen haben. Aber manchmal ist das dann eben eine sehr hohe Taktzahl."

Das Interview zeigt SAT.1 heute Abend in den "SAT.1 Nachrichten" um 20.00 Uhr.

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