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Kölner Stadt-Anzeiger: Integrationsbeauftragte der Bundesregierung will Anerkennung akademischer Abschlüsse erreichen

    Köln (ots) - Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), will eine möglichst breite Anerkennung akademischer Abschlüsse erreichen, die von Migranten im Ausland erworben wurden. Sie werde "in Kürze mit Gesprächen über eine Vereinheitlichung" des Anerkennungssystems beginnen, kündigte Böhmer im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) an. Dass viele der 500.000 qualifizierten Akademiker mit Migrationshintergrund Jobs annähmen, für die sie völlig überqualifiziert seien, nannte Böhmer "eine Ressourcen-Verschwendung ersten Grades". Als Ziel ihrer Bemühungen nannte sie eine "Clearing-Stelle", die als Lotsin für die Betroffenen fungieren könne. Böhmer forderte die Bundesländer auf, ihre im "Nationalen Integrationsplan" gemachten Zusagen einzuhalten und Schulen mit hohem Migrantenanteil speziell zu unterstützen: "mit mehr Geld, mehr Lehrern und Schulsozialarbeitern sowie mehr Zeit". Das komme allen Schülern zu Gute, so Böhmer. Sie betonte, dass die für Migranten verpflichtenden Integrations- und Sprachkurse ab sofort auch in Schulen abgehalten werden könnten. "Ich hoffe, dass möglichst viele Lehrer diese Möglichkeit nutzen und viele Eltern darauf aufmerksam werden. Die Kurse in den Schulen können helfen, Hemmschwellen zu überwinden. Wir müssen die Eltern motivieren, damit diese ihre Kinder motivieren", sagte die Integrationsbeauftragte.

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