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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Hessen

    Heidelberg (ots) - Ypsilanti mag es für einen cleveren Schachzug halten, den  unbekannten Landtagsabgeordneten Schäfer-Gümbel als Pappkameraden  für die Landtagswahlen aufzustellen, Partei- und Fraktionsvorsitz aber zu behalten. Ein Neuanfang ist das natürlich nicht. Aber die Hessen-SPD ist in diesem Punkt in den letzten Monaten schlicht  beratungsresistent geworden. Verständlich, dass sich auch kein Berliner Spitzengenosse  für diese Chaos-Truppe eine Niederlage im Januar holen wollte. Und was die Ursache des  Schadensfalles betrifft, nämlich die Zusammenarbeit mit der Linkspartei, hat sich die Lage für die SPD sogar  verschlechtert: In Hessen und andernorts fällt jetzt die   Brandmauer zu Lafontaines Partei. Auch  Koalitionen werden nicht mehr ausgeschlossen. Damit konterkarieren SPD-Landesverbände die erklärte Strategie  von Kanzlerkandidat Steinmeier, die Linke argumentativ zu stellen und als politikunfähig vorzuführen. Frustrierte  Wähler werden ihre Stimme beim Original des organisierten Wählerprotests parken. Und das ist nicht die SPD.

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