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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Grippe in Schulen

    Bielefeld (ots) - Sinnvolle Vorbeugung kontra kopflose Panikmache: Diese Abwägung ist angesichts der um sich greifenden Neuen Grippe nicht einfach. Da geht es Gesundheitsämtern nicht anders als Lehrern und Eltern. Dass Infizierte nach bisherigen medizinischen Erkenntnissen schon ansteckend sind, bevor sie erkennbare Grippesymptome haben, macht die Entscheidung über Unterrichtsausfall oder gar Schulschließungen nicht einfacher. Die in mehreren Kreisen in Ostwestfalen-Lippe anzutreffende Faustregel, wonach kranke Kinder beim kleinsten Grippeanzeichen zuhause bleiben, gesunde aber ohne Einschränkungen zur Schule gehen sollen, ist zwar transparent. Im Hinblick auf vermeintlich noch gesunde Geschwister von infizierten Kindern darf man diese Regelung aber in Zweifel ziehen. Letztlich sollte Eltern eines klar sein: Auch wenn die Schulleitung sie offen über die Gesundheitslage informiert - was leider nicht überall der Fall ist - stehen die Familien mit der wichtigsten Frage allein da. Wollen sie ihr Kind in eine Schule schicken, in der die Grippe kursiert? Wenn sie das nicht wollen, dann ist es ihr gutes Recht, es auch nicht zu tun.

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