BDI Bundesverband der Dt. Industrie

BDI zum Flughafenkonzept der Bundesregierung: "Luftverkehr ist ein Lebensnerv der Wirtschaft - Kapazitäten dürfen nicht nur von den Ländern geplant werden"

    Berlin (ots) - "Der Luftverkehr ist gesamtwirtschaftlich von so
großer Bedeutung, dass der Ausbau von Flughafenkapazitäten nicht
allein den Bundesländern überlassen werden kann. Die
Infrastruktureinrichtungen des internationalen Luftverkehrs in
Deutschland müssen in die Bundesverkehrswegeplanung (BVWP) integriert
werden." Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
unterstreicht damit den Nutzen einer übergreifenden Bedarfsplanung
besonders im Hinblick auf ein europäisches
Luftverkehrsinfrastruktursystem. Nur so sei sichergestellt, dass
Kapazitätsengpässe frühzeitig erkannt und Ausbaupläne entwickelt
werden können.
      
    Der BDI begrüßt, dass sich Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt
für einen Ausbau der Flughafenkapazitäten ausgesprochen hat. Im
Flughafenkonzept der Bundesregierung fehlten allerdings
Anhaltspunkte, wie sie die Umsetzung von kapazitätserweiternden
Maßnahmen erreichen will. Auf strikte Ablehnung stößt beim BDI
dagegen die Ankündigung Klimmts, Luftverkehr durch die Einführung von
emissionsabhängigen Start- und Landeentgelten weiter zu verteuern.
Die wirtschaftlichen Folgen solcher zusätzlichen Abgaben seien nicht
tragbar. Es entstünden Mehrkosten, die auf mindestens 7 Mrd. DM pro
Jahr geschätzt werden. Teurerer Luftverkehr aber koste Arbeitsplätze
und treffe einen Lebensnerv der Wirtschaft. Eine klare Absage erhielt
auch die Idee des Verkehrsministers, mittels stärkerer
Abgabenbelastung Nachtflüge weiter einzuschränken und
Nachtflugverbote auf Tagesrandzeiten auszudehnen. Dies laufe dem
typischen Anforderungsprofil der Industrie an die Luftfracht zuwider.
"Luftfracht ist Nachtfracht", heißt es dazu beim industriellen
Spitzenverband in Berlin. Dies werde auch in Zukunft so bleiben.
      
        
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
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