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BGA zum Tarifabschluss bei Metall: Kein Maßstab für andere Branchen

Berlin (ots) - "Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie ist für andere Branchen kein Maßstab. Er liegt deutlich über der Produktivitätssteigerung und wird daher Arbeitsplätze kosten. Das können wir uns nicht leisten. Insbesondere für die Unternehmen in den neuen Ländern entwickelt sich diese Tarifrunde zu einer ernsten Bedrohung." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, heute in Berlin im Hinblick auf den gestern erzielten Tarifabschluss in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie. Der Tarifabschluss, der eine Erhöhung für 2002 um 4,0 Prozent und für 2003 um 3,1 Prozent vorsieht, übersteigt angesichts der derzeitigen konjunkturellen Situation die Leistungsfähigkeit vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie. Für die Unternehmen des Groß- und Außenhandels ist ein solcher Abschluss nicht vorstellbar, weil die Unternehmen im Handel in einer noch schlechteren konjunkturellen Situation stecken. "Die Folgen eines überzogenen Abschlusses in unserer Branche wären nicht nur der Abbau weiterer Arbeitsplätze sondern auch die Existenzgefährdung vieler Unternehmen", so Börner. "Die Konjunktur im Großhandel ist im ersten Quartal diesen Jahres weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Bis jetzt gibt es kaum Anzeichen für einen bevorstehenden Wirtschaftsaufschwung, der eine kräftige Erhöhung der Löhne und Gehälter, wie von der Gewerkschaft Verdi gefordert, rechtfertigt," erklärte Börner. Er wies darauf hin, dass nach einem Umsatzminus von jeweils rund fünf Prozent in den Monaten Januar und Februar 2002 die Großhandelsumsätze im März diesen Jahres noch einmal real um 7,4 Prozent eingebrochen seien. Börner forderte die Gewerkschaft Verdi auf, zur tarifpolitischen Vernunft zurückzukehren. Forderungen nach Lohn- und Entgelterhöhungen von 6,5 Prozent und mehr würden aus einem Wettstreit mit den Tarifforderungen der IG-Metall resultieren und seien daher keine Basis für die Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel. "Die Tarifforderungen gefährden den bestehenden Flächentarifvertrag in unserer Wirtschaftsstufe. Daran kann auch den Gewerkschaften nicht gelegen sein", erklärte Börner abschließend. ots Originaltext: BGA Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Ansprechpartner: Gerhard Handke Mitglied der Hauptgeschäftsführung Telefon: 030/ 59 00 99 530 Telefax: 030/ 59 00 99 529 Original-Content von: BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V., übermittelt durch news aktuell

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