BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

Handel fordert entschiedene Schritte bei der weltweiten Liberalisierung von Dienstleistungen

    Berlin (ots) - "Der deutsche Handel fordert entschiedene
Liberalisierungsschritte bei den Dienstleistungen im Zuge der
GATS-Gespräche". Dies erklärte Dr. Michael Fuchs, Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), zu den
heute in Genf beginnenden GATS (General Agreement on Trade in
Services)-Verhandlungen, der Dienstleistungsrunde der WTO.
    
    Der BGA-Präsident mahnte an, handelsbezogene Dienstleistungen
stärker in den Vordergrund der Verhandlungen zu stellen. "Nachdem bei
Finanzdienstleistungen und Telekommunikation in der Vergangenheit
schon einiges erreicht worden ist, müssen wir uns nun auf den
Außenhandel konzentrieren. Besonders im Niederlassungsrecht, bei den
Regelungen für Repräsentanzen und Joint Ventures, den
Aufenthaltsgenehmigungen und Arbeitserlaubnissen bei der Entsendung
von Personal gibt es noch vieles, was unseren Außenhändlern das Leben
schwer macht", so Dr. Fuchs in Berlin.
    
    "Allein die oligopolistischen Strukturen und
Marktzugangsbeschränkungen im Seefrachtverkehr, belasten unsere
Außenhändler mit hohen zusätzlichen Kosten. Hier sind
Liberalisierungsschritte am dringendsten notwendig", erklärte Dr.
Fuchs.
    
    Ferner plädierte der BGA-Präsident für entschiedene
Liberalisierungsschritte beim Marktzugang für handelsbezogene
Dienstleistungen unter der Maßgabe der Inländerbehandlung und mit
klaren Übergangsfristen sowie dafür, Ausnahmeregelungen soweit wie
möglich zurückzunehmen. "Zu Dienstleistungsverpflichtungen im
Handelsbereich haben sich bisher nur 34 von 134 WTO-Mitgliedsstaaten
bereit erklärt. Es wäre wünschenswert, diese Basis zu verbreitern und
mehr Länder zu ermuntern, sich in den GATS-Prozess einzubringen", so
Dr. Fuchs weiter.
    
    Die heute in Genf beginnenden Gespräche seien besser vorbereitet
als die Ministerrunde in Seattle, ein spektakuläres Scheitern daher
unwahrscheinlich. Nun komme es darauf an, entschieden und
ergebnisorientiert zu verhandeln und vor allem die Gespräche nicht
wieder mit handelsfremden Themen wie Umwelt- und Sozialstandards zu
überfrachten.
    
ots Originaltext: BGA
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