Jahreszeiten Verlag, FÜR SIE

Mit Zeitmanagement dem Stress ein Schnippchen schlagen
68 Prozent der Frauen können nicht Nein sagen

    Hamburg (ots) - Sie rotieren von früh bis spät - und am Abend ist
immer noch die Hälfte liegengeblieben. Viele Frauen sind total
gestresst, wünschen sich mehr Freiraum für Karriere, Kinder, den
Partner und für sich selbst. Die Zeitschrift FÜR SIE hat das
Marktforschungsinstitut GEWIS beauftragt, in einer
Repräsentativ-Umfrage die Zeitfallen ausfindig zu machen. Der
Zeitmanagement-Experte Ralf Senftleben wurde gebeten, wirksame
Gegenstrategien zu verraten. 68 Prozent der 1053 angesprochenen
Frauen zwischen 20 und 60 Jahren gestanden bei der Befragung, sie
könnten einfach nicht Nein sagen, wenn sie jemand um einen Gefallen
bitte. "Viele sind so hilfsbereit, weil sie gemocht werden wollen",
sagt Senftleben. Mit einem Ja erreiche man jedoch meist das
Gegenteil. Menschen respektierten andere mehr, wenn sie Nein sagen
und damit Stärke signalisieren. Die Gestressten sollten in kleinen
Schritten beginnen, Grenzen zu setzen. "Am besten in einem Umfeld, in
dem Sie sich sicher fühlen, zum Beispiel im engeren Freundeskreis",
rät Senftleben.
    
         36 Prozent der Frauen sind laut FÜR SIE-Umfrage erst zufrieden,
wenn alles perfekt ist. Jedes Detail müsse stimmen: Die Hemden liegen
im Schrank exakt auf Kante, das Baby bekommt nur selbst gekochten
Brei. "Überlegen Sie, welche Arbeiten wirklich nötig sind", rät der
Fachmann. Alles zu bügeln sei früher einmal sinnvoll gewesen, heute
aber gebe es viele pflegeleichte Stoffe. 27 Prozent machen um
unangenehme Jobs erst einmal einen Bogen. "Aufschieberitis" habe
nichts mit Faulheit zu tun, aber manche Sachen bringen einfach keinen
Spaß, so dass der Motivationsfaktor gleich null ist. Die Folge: Aus
Kleinigkeiten werden große Brocken. Rechtzeitig wichtige Dinge zu
erledigen, bringe langfristig mehr Zeit, weil man so Krisen
vermeidet. Senftleben rät, sich selbst auszutricksen. "Verpflichten
Sie sich, einen Monat lang auf ihre Lieblings-TV-Serie zu verzichten,
wenn Sie nicht bis morgen den Keller entrümpelt haben." Bei fast
jeder fünften Frau (19 Prozent) ist der gesamte Tag verplant, bringt
die kleinste Unregelmäßigkeit den Zeitplan zum Einstürzen. Wer in
sein Programm zu viel hineinquetscht, ist selbst beim besten Timing
für Eventualitäten nicht gewappnet. Senftleben empfiehlt, Zeitpuffer
zu schaffen. "Faustregel: Nur rund 60 Prozent des Tages verplanen."
Das bringe Flexibilität, man könne auf Unvorhergesehenes reagieren.
    
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